{"id":1624,"date":"2015-03-01T17:46:34","date_gmt":"2015-03-01T15:46:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.parteimarx.org\/?p=1624"},"modified":"2015-03-16T20:07:25","modified_gmt":"2015-03-16T18:07:25","slug":"reaktionen-2013","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.parteimarx.org\/?p=1624","title":{"rendered":"Reaktionen (2013)"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.parteimarx.org\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/pM-1501-REAKTIONEN-13-FZ.pdf\">Reaktionen 2013 [PDF]<\/a><a href=\"http:\/\/www.parteimarx.org\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/pM-1501-REAKTIONEN-13-ANHANG.pdf\"><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.parteimarx.org\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/pM-1501-REAKTIONEN-13-ANHANG.pdf\">Anhang: Dialektik. Einw\u00e4nde gegen Colletti und Stalin [PDF]<\/a><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><br \/>\n<\/span><\/span><span style=\"font-size: xx-small;\">[gepostet und mit Fu\u00dfnoten versehen 02 2015]<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><strong><span style=\"font-size: small;\">Durch ein technisches Versehen sind leider alle E Mails an <\/span><span style=\"font-size: small;\">mich<\/span><span style=\"font-size: small;\"> f\u00fcr das Jahr 2013 im Orkus der Telekom verschwunden. Durch die freundliche Mithilfe eines Briefpartners konnte zumindest ein Teil der E Mails f\u00fcr die REAKTIONEN 2013 gerettet werden. Der Verlust h\u00e4lt sich in Grenzen, da die Reaktionen in diesem Jahr auch nicht wesentlich dar\u00fcber hinausgegangen sind.<br \/>\n<\/span><\/strong><span style=\"font-size: small;\">Ulrich Knaudt<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-large;\"><b>_________________________________<\/b><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>Ulrich Knaudt an H.B. <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">(11.01.2013)<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Betreff: EUROP<span style=\"font-size: small;\">A<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Microsoft Sans Serif,sans-serif;\"><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b><br \/>\n<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Lieber H.,<\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> es ist furchtbar nett, da\u00df Du bei diesem Thema an mich gedacht hast, zumal ich mich gerade mit R. Rosdolskys \u00fcbler Engels-Schelte in seinem Buch <\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><i>Zur nationalen Frage<\/i><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> herumplage, [1] der mit weitaus gr\u00f6\u00dferer Intelligenz und besseren Argumenten als Herr Menasse darin die Marxsche Partei und alles, was Deutsch ist, im Namen des Panslawismus pauschal zur Minna macht.[2]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Das Thema ist brandaktuell, und daher mu\u00df es erneut und von Grund auf (wie ein juristisches Verfahren nach einem Fehlurteil) noch einmal aufgerollt werden.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Aber ich frage Dich ernsthaft, was Du an diesem wald-und-wiesen linksliberalen Paneurop\u00e4er so faszinierend findest, der meint, die Nationen werden schon dann verschwunden sein, wenn man nominell ihre Souver\u00e4nit\u00e4t beseitigt. Der Europ\u00e4ische Rat, der an der Spitze seiner schwarzen Liste steht, kann nur einstimmige Beschl\u00fcsse fassen. Warum?<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Das wird Dir als Jurist klar sein: weil er eine Ansammlung oder Versammlung von Chefs souver\u00e4ner Staaten ist, die vereinbart haben, auf bestimmte nationale Vorrechte aus sie alle betreffenden (welt) politischen (also in letzter Instanz \u00f6konomischen) Gr\u00fcnden zu verzichten und diese zu vergemeinschaften. Allein den Europ\u00e4ischen Rat abzuschaffen, das w\u00e4re so als w\u00fcrde vorgeschlagen, um den Kapitalismus zu beseitigen, nur das Geld abzuschaffen. Entschuldige, da\u00df ich \u00fcber soviel politische Naivit\u00e4t nur staunen kann oder laut lachen mu\u00df.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Aber die Sache hat auch eine ernstzunehmende Seite: wenn dieser antideutsche paneurop\u00e4ische Trend an Boden gew\u00e4nne, w\u00e4re das ein gefundenes Fressen f\u00fcr alle Nationalsozialisten Europas, nicht zuletzt in Deutschland, St\u00e4rke zu demonstrieren. Die liberale Linke (vertreten u.a. durch DIE ZEIT) liefert mit ihrer anti-deutschen Argumentationsmasche (wenn irgend ein Sch&#8230; in Europa passiert, waren es immer als erstes die Deutschen &#8230;) wie im <i>Biedermann und die Brandstifter<\/i> frei Haus an die Rechten schon mal die billigsten anti-deutschen Stichworte, sozusagen die Benzinkanister, mit denen die Rechten dann liebend gern in ihrem &#8218;deutschen Vaterland&#8216; den Brand l\u00f6schen werden.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Mir sind in puncto Griechenland nur zwei Deutsche namens Otto bekannt: Otto von Bayern, der nach dem griechischen Aufstand 1830 dort von den europ\u00e4ischen Gro\u00dfm\u00e4chten zum K\u00f6nig ernannt wurde und Otto Rehhagel, der mit der griechischen Nationalmannschaft die Europameisterschaft gewann. Was sollen diese billigen Otto-Stereotypen? Als ob das was \u00fcber die Deutschen sagt!<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"color: #000000;\">Die FAZ druckt jede Woche mindestens eine schlaue Expertise \u00fcber die europ\u00e4ische Krise. Aber ich habe noch keine gefunden, die mir nur <\/span><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"de-DE\">ansatzweise eingeleuchtet h\u00e4tte. Die meisten dr\u00fccken sich bereits um die<\/span><\/span><b> <\/b>Frage herum: warum es die EU (EWG) \u00fcberhaupt hat geben m\u00fcssen? War es Hitler, war es der Kalte Krieg, war es die europ\u00e4ische Einbindung Deutschlands, das sonst viel zu gro\u00df und viel zu m\u00e4chtig f\u00fcr den Rest Europas h\u00e4tte werden k\u00f6nnen, wenn die Alliierten nach 1945 einen Friedensvertrag (mit wem in Deutschland?) abgeschlossen h\u00e4tten und Deutschland zu einem normalen b\u00fcrgerlichen souver\u00e4nen Staat geworden w\u00e4re? Wahrscheinlich liegt schon hier der Hund begraben, mal abgesehen von der Entwicklung von 1848 \u00fcber 1871, 1914 und 1933 bis 1945. Bis auf wenige Lichtblicke eine einzige Geschichte der Konterrevolution! Das Deutschland, das Marx und Engels 1848 in der europ\u00e4ischen Revolution vor Augen hatten, war durch die Konterrevolution (Bourgeoisie + Absolutismus) in eine Nation verwandelt worden, die vorhersehbar in einen neuen Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg taumeln w\u00fcrde, den ihm Marx 1871 vorhergesagt hat, und der dann 1914-1945 stattgefunden hat&#8230;<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Wenn wir \u00fcber Deutschland reden wollen, dann nur so. Alles andere ist linksliberales pseudolinkes anti-deutsches Geschw\u00e4tz aus einem paneurop\u00e4ischen Wolkenkuckucksheim. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Ich verstehe ganz gut, da\u00df Dir der \u00fcbliche links-keynesianische \u00d6konomismus \u00fcber die Weltwirtschaftskrise zum Hals heraush\u00e4ngt, und es Dich danach dr\u00e4ngt, die politische Seite dieser Krise in Betracht zu ziehen. Aber das, was Herr Menasse von sich gibt, ist es nun wirklich nicht, was uns in dieser Situation weiterbringt.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Gru\u00df Ulrich<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">P.S. Ich sitze immer noch an Colletti und Marx\/Hegel. [3] Es wird noch etwas dauern. \u00dcbrigens: die griechischen Faschisten k\u00f6nnen mit 20% W\u00e4hlerstimmen rechnen.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Wo sitzt denn nun der Feind? Nur in Deutschland?<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Ein Gutes hat die EU: die alte Masche, wie sie fr\u00fcher die V\u00f6lker aufeinander gehetzt haben, wird so wie bisher nicht mehr laufen. Da m\u00fc\u00dften sich die europ\u00e4ische Bourgeoisien schon etwas Schlaueres einfallen lassen. Vielleicht geh\u00f6rt das Geschreibsel von Herrn Menasse genau dazu&#8230;<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Viele Gr\u00fc\u00dfe Ulrich<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-size: xx-small;\">[1] <\/span><span style=\"font-size: xx-small;\"><b>Roman Rosdolsky: <\/b><\/span><span style=\"font-size: xx-small;\"><i><b>Zur nationalen Frage<\/b><\/i><\/span><span style=\"font-size: xx-small;\"><b>. Friedrich Engels und das Problem der geschichtslosen V\u00f6lker<\/b><\/span><span style=\"font-size: xx-small;\">, Berlin 1979.<br \/>\n[2] ZEIT ONLINE 29.09.2011 <\/span><span style=\"font-size: xx-small;\"><b>Robert Menasse: Zukunft der EU<\/b><\/span><span style=\"font-size: xx-small;\">.<\/span><span style=\"font-size: xx-small;\"> Zwischen\u00fcberschriften: <\/span><span style=\"font-size: xx-small;\"><b>\u201e\u00dcber die Feigheit der europ\u00e4ischen Politiker\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: xx-small;\">, <\/span><span style=\"font-size: xx-small;\"><b>\u201eWas sind eigentlich \u201anationale Interessen\u2018\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: xx-small;\">, <\/span><span style=\"font-size: xx-small;\"><b>\u201eDas Europ\u00e4ische Parlament \u2013 eine Sonderm\u00fclldeponie\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: xx-small;\">, <\/span><span style=\"font-size: xx-small;\"><b>\u201eDer Europ\u00e4ische Rat geh\u00f6rt abgeschafft\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: xx-small;\">.<\/span><span style=\"font-size: xx-small;\"> [abgerufen am 04.01.2013]<br \/>\n[3] <\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: xx-small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>Lucio Colletti: <\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: xx-small;\"><span lang=\"de-DE\"><i><b>Marxismus und Dialektik<\/b><\/i><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: xx-small;\"><span lang=\"de-DE\">, Frankfurt M. Berlin. Wien 1977. Ders.: <\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: xx-small;\"><span lang=\"de-DE\"><i><b>Hegel und der Marxismus<\/b><\/i><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: xx-small;\"><span lang=\"de-DE\">, Frankfurt 1976.<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">____________________________________________________________________________________<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>Ulrich Knaudt an H.B. <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">(16.01.2013)<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Betreff: DEUTSCHLAND UND EUROPA<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Microsoft Sans Serif,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><br \/>\n<\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Lieber H., es mag ja sein, da\u00df dieser Menasse f\u00fcr Dich einen guten Ankn\u00fcpfungspunkt darstellt, um mit &#8218;weniger aktiven&#8216; Menschen ins Gespr\u00e4ch zu kommen; das sollte doch bitte mich nicht daran hindern d\u00fcrfen, diesen Herrn und sein Pan-Europa-Ges\u00e4usel mal etwas gegen den Strich zu br\u00fcsten, unabh\u00e4ngig davon, ob es sich dabei f\u00fcr Dich um <\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">ein <\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>&#8222;gutes Beispiel f\u00fcr eine Politik <\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>\u2012<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b> abgespalten von der \u00d6konomie&#8220;<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> handelt.<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Die Diskussion dar\u00fcber, was f\u00fcr Dich noch einen solchen Ankn\u00fcpfungspunkt darstellt und f\u00fcr mich nicht mehr, haben wir ausf\u00fchrlich bestritten und zu einem unvers\u00f6hnlichen Abschlu\u00df gebracht. Was uns nicht daran hindern darf, weiter zusammenzuarbeiten und f\u00fcr gew\u00f6hnlich lebhaft zu debattieren.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Dein Eindruck, ich wollte Dich mit diesem Geschw\u00e4tz des Herrn Menasse \u00fcber einen Kamm scheren, ist unzutreffend. Vielleicht k\u00f6nnen wir uns wenigstens darauf einigen.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Als Kontrastprogramm zu Menasses Ausf\u00fchrungen schicke ich Dir einen der vielen Aufs\u00e4tze, die es zu diesem Thema in der FAZ der letzten Zeit gab, um im Zusammenhang damit lediglich folgendes festzustellen:<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">\u2012 <span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Der Artikel <b>&#8222;Dilemma und Strategie&#8220;<\/b> [1] enth\u00e4lt zumindest einige historische Tatsachen, die bei Menasse \u00fcberhaupt nicht vorkommen und die meine Frage in meiner Mail vom 11.01., <b>&#8222;warum es die EU (EWG) \u00fcberhaupt hat geben m\u00fcssen?&#8220;<\/b>, wenn auch nur sehr sporadisch, aber zumindest an relevanten historischen Tatsachen orientiert, zu beantworten scheint. Daraus entnehme ich (uns zur Erinnerung) den Hinweis auf den engen Zusammenhang von &#8218;Wiedervereinigung&#8216;, Maastricht und Euro. Mehr auch nicht. Hier h\u00e4tte die Diskussion zu beginnen, warum wir Deutschen uns im Gegensatz zu jeder anderen europ\u00e4ischen Nation diesen Luxus einer deutschen Nation nicht (mehr?) leisten bzw. niemals wieder leisten werden k\u00f6nnen? Vielleicht auch deshalb, weil wir Deutschen, wie es den Anschein hat, immer von der Skylla des Nationalsozialismus in die Charybdis des Sozialnationalismus fallen m\u00fcssen? Der schlaue Odysseus lie\u00df sich die Ohren mit Wachs verstopfen. So schlau ist inzwischen auch unsere Bourgeoisie. Damit ist aber das Problem, das wir mit ihr und der sog. Nationalen Frage haben, nicht verschwunden.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">\u2013 <span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Der Artikel \u00fcber das Wasser [2] enth\u00e4lt einige Gesichtspunkte, die zeigen, da\u00df es v\u00f6llig egal ist, wer damit sein Geld verdient, der Staat oder eine Privatfirma. Entscheidend ist, da\u00df die Ware Arbeitskraft an jedem Arbeitstag frisch geduscht und gek\u00e4mmt an ihrem Arbeitsplatz erscheint und da\u00df (au\u00dferdem) [3] f\u00fcr das Kapital durch den Preis f\u00fcr die Bereitstellung dieser Ressource ihr Preis und damit der Wert der Arbeitskraft nicht ins Unbezahlbare steigt. \u00dcber die politischen Motive der Wasser-Mensch[en]rechtler schweige ich mich aus, weil Du meine Argumente kennst und ich mich nur wiederholen w\u00fcrde.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">\u2012 <span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Der Artikel \u00fcber Fracking [4] zeigt, da\u00df die Sch\u00e4digung des Menschen und der Natur als Ausbeutungsobjekte des internationalen Kapitals irgendwann den qualitativen Punkt \u00fcberschreitet, an dem Kapital nicht mehr weiterhin tun und lassen kann, was es will. Das Dumme ist, da\u00df die Gasgewinnung auf Privatgrundst\u00fccken vorgenommen wird (jeder Farmer hat seine Gasquelle unter seinem Fu\u00dfoden), deren Verbot in letzter Konsequenz die Enteignung der Privateigent\u00fcmer bedeuten w\u00fcrde. Hier st\u00f6\u00dft das Kapital an seine &#8217;nat\u00fcrlichen&#8216; Grenzen. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Insgesamt finde ich in Deinem Brief einen gewissen schrillen gegen die p[artei]M[arx] gerichteten Tonfall, der meinen angeblichen politischen Anma\u00dfungen gegen\u00fcber auch schon von anderer Seite Anwendung fand. Wenn es schrill wird, mache ich es wie Odysseus&#8230; Es w\u00e4re aber h\u00f6chst bedauerlich, wenn dieser Ton zum Dauerton werden w\u00fcrde.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Wenn wir wieder zu einem normale Tonfall zur\u00fcckgekehrt sind, sollten wir uns \u00fcber die Zukunft der Marx-Gesellschaft unterhalten.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Gru\u00df Ulrich<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-size: xx-small;\">[1] FAZ 14.01.2013<\/span><b> <\/b><span style=\"font-size: xx-small;\"><b>Dilemma und Strategie<\/b><\/span><span style=\"font-size: xx-small;\"><b>.<\/b><\/span> <span style=\"font-size: xx-small;\">\u2012<\/span> <span style=\"font-size: xx-small;\">Die Erfahrung aus den zwei Weltkriegen lautet, da\u00df gerade der Mangel an internationaler Integration zu Deutschlands Isolation f\u00fchrte. Daher wollen die meisten Deutschen, da\u00df ihr Land in Europa aufgeht. Die Berliner Politik mu\u00df nun aber nationale Interessen und internationale Integration sowie Solidarit\u00e4t und Solidit\u00e4t wirklich austarieren.<\/span><span style=\"font-size: xx-small;\"><br \/>\n[2] FAZ 15.01.2013 <\/span><span style=\"font-size: xx-small;\"><b>Unser Wasser<\/b><\/span><span style=\"font-size: xx-small;\"><b>.<\/b><\/span> <span style=\"font-size: xx-small;\">\u2012<\/span><span style=\"font-size: xx-small;\"> Das Verh\u00e4ltnis der Deutschen zum Wasser ist von vielen Irrationalit\u00e4ten gepr\u00e4gt.<br \/>\n[3] In Klammern die sinngem\u00e4\u00dfe Bedeutung dieser Textstelle, die nicht dekodiert werden konnte.<br \/>\n[4] FAZ 15.01.2013<\/span><span style=\"font-size: xx-small;\"><b> Amerikas fatale Rettung.<\/b><\/span> <span style=\"font-size: xx-small;\">\u2012<\/span><span style=\"font-size: xx-small;\"> Die Vereinigten Staaten erleben einen neuen Goldrausch: Fracking lautet das Zauberwort, ein revolution\u00e4res Verfahren der Energiegewinnung, bei der Erd\u00f6l und Erdgas aus untersten Gesteinsschichten herausgepre\u00dft werden. Doch diese Technik birgt auch gewaltige Risiken. Deswegen formiert sich der Protest \u2013 \u00fcber einen ungleichen Kampf zwischen Konzernen und Menschen.<\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"color: #000000;\"><br \/>\n____________________________________________________________________________________<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>Ulrich Knaudt an H.B. <\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">(30.01.2013)<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Betreff: K\u00dcNDIGUNG<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"de-DE\"><br \/>\nLieber H., \u2026 <\/span><\/span>Die Herrschaften Akademiker verabschieden sich der Reihe nach und Herr B. stellt auf einmal fest, da\u00df die M[arx]-G[esellschaft] in die Jahre gekommen sei.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Ein billiger Vorwand, um in der Herbstschule den Nachwuchs (meist schon ziemlich ergraut) der PDS zu schulen und die M-G zu liquidieren. [1]<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Wie aus meinem Disput mit N. hervorgeht, war sie nicht f\u00fcr eine offene Auseinandersetzung \u00fcber D[ieter].W[olf].s Revisionismus zu gewinnen gewesen. Das h\u00e4lt sie f\u00fcr &#8218;Gockelei&#8216;, von der die Herren akademische Marxisten sich nur abgesto\u00dfen f\u00fchlen&#8230;<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Viele Gr\u00fc\u00dfe<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Ulrich<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: xx-small;\">[1] Siehe <\/span><span style=\"font-size: xx-small;\"><span style=\"text-decoration: underline;\">marx-gesellschaft.de<\/span><\/span><span style=\"font-size: xx-small;\">. Die Idee zur Marx-Herbstschule, <\/span><span style=\"font-size: xx-small;\"><span style=\"text-decoration: underline;\">marxherbstschule.net<\/span><\/span><span style=\"font-size: xx-small;\">, die allj\u00e4hrlich in den R\u00e4umen der Rosa-Luxemburg-Gesellschaft stattfindet, wurde von Initiatoren in der Marx-Gesellschaft entwickelt, um, wie es hie\u00df, neben den Kolloquien den marxistischen Nachwuchs an Marx-Texte heranzuf\u00fchren. Urspr\u00fcnglich sollte das Kolloquium der Marx-Gesellschaft und die Marx-Herbstschule mit je einer Tagung pro Jahr parallel stattfinden. Auf dem H\u00f6hepunkt der Debatten in der Marx-Gesellschaft, die ihren Initiatoren zunehmend auf den Geist gingen, erkl\u00e4rte der Kreis um die Vereinsgr\u00fcnder, da\u00df man in allern\u00e4chster Zeit den Verein liquidieren und sich ausschlie\u00dflich auf die Herbstschule konzentrieren werde. Damit war die bis dahin stattgefundene offene Debatte kassiert und dem Linken Zeitgeist Tribut gezollt.<\/span><span style=\"font-size: small;\"><br \/>\n<\/span>____________________________________________________________________________________<br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><br \/>\n<\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>Ulrich Knaudt an H.B. <\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">(03.02.2013)<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Betreff: EINW\u00c4NDE<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><br \/>\nLieber H:, wie versprochen hier meine Skizze zu Colletti, Stalin und Marx. [1]<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Die Punkte 2 und 3 in K.[arl]M.[arx]s Zusammenfassung am Schlu\u00df beziehen sich eher auf die Politik als auf die Dialektik, deren Kritik insgesamt nur den Charakter eines Exkurses hat. Die Politik habe ich hier nicht ber\u00fccksichtigt, ebensowenig Collettis Einlassungen zu Plato etc. Das ganze nur ein Ausschnitt aus meinen unfertigen \u00dcberlegungen zu diesem Thema. Auf jeden Fall wird der Kontrast deutlich. &#8230;<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Viele Gr\u00fc\u00dfe Ulrich<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-size: xx-small;\"><br \/>\n[1] <\/span><span style=\"font-size: xx-small;\">parteimarx.org<\/span><span style=\"font-size: xx-small;\"><b> REAKTIONEN 2013 ANHANG<\/b><\/span> <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><br \/>\n____________________________________________________________________________________<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>Ulrich Knaudt an H.B. <\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">(08.03.2013)<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Betreff: REAKTIONEN 2012 <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\">Lieber H., [&#8230;]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">In der FAZ war ein interessanter Artikel \u00fcber die Hintergr\u00fcnde der Trinkwasserbewegung.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Als Du mir anrietest, bei denen zu unterschreiben, schwante mir schon so etwas in der StamoKap-Richtung. Hier geht es um den kleinen Gemeinde-StamoKap, von dem ich nicht behaupten w\u00fcrde, da\u00df es sich von dem gro\u00dfen gro\u00df unterscheidet. [1] Oder ist &#8222;<span lang=\"en-GB\">small = beautiful<\/span>&#8222;?<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Die ganze StamoKap-Geschichte (Lenin: die preu\u00dfische Post als erster Schritt in den Sozialismus) m\u00fc\u00dfte ganz von vorne aufgerollt werden&#8230;<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Aber das f\u00fcr sp\u00e4ter.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Viele Gr\u00fc\u00dfe <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Ulrich<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-size: xx-small;\">[1] FAZ 28.02.2013 <\/span><span style=\"font-size: xx-small;\"><b>L\u00e4rmschutz wird f\u00fcr BER zur n\u00e4chsten Baustelle.<\/b><\/span><span style=\"font-size: xx-small;\"> &#8211; L\u00e4rmschutz f\u00fcr mehr Nachtruhe \/ Suche nach neuem Flughafenchef bisher ergebnislos.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"de-DE\">____________________________________________________________________________________<\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><br \/>\n<\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"de-DE\"><br \/>\n<\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>Ulrich Knaudt an H.B. <\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">(11.03.2013)<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Betreff: DIALEKTIK<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"de-DE\"><br \/>\nLieber H., [\u2026] <\/span><\/span>Du sagtest am Telefon, bis auf den Schlu\u00df sei nichts dabei, was sich \u00fcber mein Papier [1] zu diskutieren lohnt. (Hab ich jedenfalls so verstanden) Die Stalin-Proudhon-Marx-Zitate habe ich auf Deinen speziellen Wunsch, zumindest, was das Verh\u00e4ltnis Proudhon-Marx-Dialektik betrifft, aufgenommen. \u00dcber meine Kritik an Collettis Konstrukt der zwei Arten von Widerspr\u00fcchen hast Du auch nichts gesagt. [&#8230;]<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Obwohl das Kolloquium [2] eigentlich ein fake ist, weil es, wie es scheint, haupts\u00e4chlich dazu dient, den Verein &#8218;abzuwickeln&#8216; und mit unserer Teilnahme die Regre\u00dfkosten durch die Absage der Bestellung des Tagungslokals zu vermeiden und sich dann nach Berlin aufzumachen, sollten wir die Gelegenheit nutzen (alles andere w\u00e4re ohnehin sinnlos), um uns jenseits von RLS, Helle Panke etc. zu vernetzen.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Mein Respekt f\u00fcr soviel Zielstrebigkeit und organisatorischer Phantasie!<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">K\u00f6nnen uns \u2018ne Scheibe davon abschneiden!<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">[\u2026] und bis bald zur letzten Tagung der Marx-Gesellschaft.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Gru\u00df Ulrich<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-size: xx-small;\">[1]<\/span> <span style=\"font-size: xx-small;\">parteimarx.org<\/span> <span style=\"font-size: xx-small;\"><b>REAKTIONEN 2013 ANHANG<\/b><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: xx-small;\">[2] Fr\u00fchjahrs-Kolloqium der Marx-Gesellschaft in Oer-Erkenschwick (22.03.-24.03.2013)<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><br \/>\n____________________________________________________________________________________<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\"><b>Ulrich Knaudt an H.B<\/b><\/span><span style=\"font-size: small;\">.(29.03.2013)<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Betreff: EINHEIZFRONT<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><br \/>\nLieber H., Anfang der Woche rief mich (\u00fcber-\u00fcber-\u00fcberraschenderweise) unser gemeinsamer Freund D[ieter]. W[olf]. an. Er wiederholte das, was wir bereits bei unserer Unterhaltung am Ende der Tagung gemeinsam festgestellt haben: da\u00df der Tagungsleiter uns alle \u00fcber den Tisch gezogen hat, indem er auf jeden Fall vermeiden wollte, da\u00df bei der Diskussion \u00fcber das Erste Kapitel [in KAPITAL I] U.[lrich]<br \/>\nK.[naudt] und D.[ieter]W.[olf] unvermeidlich aneinander gerauscht w\u00e4ren. Da\u00df wir so bl\u00f6d waren, das nicht vorherzusehen und uns dadurch um eine spannende Diskussion gebracht haben, \u00e4rgerte D.W. auch noch einen Tag danach. Und deshalb rief er mich an, um mir das mitzuteilen. Der H\u00f6hepunkt der Unterhaltung bestand zweifellos in D.W.s Erkl\u00e4rung, da\u00df Marx mit den &#8222;Metaphern&#8220; im Ersten Kapital [in KAPITAL I] zeitweise die Pferde durchgegangen seien. Er [Marx] habe ja mal in seiner Jugend als Poet angefangen. (Nur, wer hat das nicht?) Es ist D.W. schlichtweg nicht beizubringen, da\u00df die Antinomien, Paradoxien, Absurdit\u00e4ten dort eine systematische Bedeutung und Funktion f\u00fcr das gesamte KAP haben. Was ist z.B. der Tendenzielle Fall der Profitrate anderes als eine Paradoxie: die Erweiterung des fixen Kapitals f\u00fchrt zum Fall der Profitrate (in der Tendenz) und nicht wie erwartet zur Erh\u00f6hung des Profits. Man kann alle 3 B\u00e4nde durchgehen und wird wahrscheinlich bei jedem Gesetz, das Marx \u00fcber die Verwertung des Werts durch das Kapital aufgestellt hat, \u00c4hnliches finden. Man kann das KAP I-III aber durchaus auch, ohne diese verr\u00fcckten Formen zur ber\u00fccksichtigen, lesen. Dann wird es schlicht zur einer linken Vulg\u00e4r\u00f6konomie, wie der linke Keynesianismus eine ist. Kurzum, Marx sind mit der Einf\u00fchrung dieser verr\u00fcckten Wertformen keinesweg[s] die Pferde durchgegangen, wie D.W. mir nahelegen wollte. [&#8230;] Du t\u00e4test mir einen gro\u00dfen Gefallen, wenn Du bei einem Deiner n\u00e4chsten Gespr\u00e4che mit ihm sanft darauf hinweisen k\u00f6nntest, da\u00df wir zwar nun durch die Schofeligkeit der M[arx]-G[esellschaft] einen gemeinsamen Gegner erhalten haben, was aber nicht bedeutet, da\u00df die Widerspr\u00fcche zwischen unseren verschiedenen Ansichten zum Marxschen KAP verschwunden sind. Ich hoffe, Du betrachtest das nicht als Zumutung. Bei passender Gelegenheit werde ich ihm das auch selber sagen. Heute w\u00fcrde ich ihn nur vor den Kopf sto\u00dfen, was ich vermeiden will. Au\u00dferdem hat sich niemand so intensiv und st\u00e4ndig mit seinen Theorien auseinandergesetzt wie wir beide.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">[&#8230;]<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Ich w\u00fcnsche Dir geruhsame Feiertage und verbleibe in alter Verbundenheit<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Ulrich<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">____________________________________________________________________________________<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\"><b>Ulrich Knaudt an H.B.<\/b><\/span><span style=\"font-size: small;\"> (04.04.2013)<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Betreff: RESURRECTION<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><br \/>\nLieber H.,<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Die Auferstehung der <span lang=\"fr-FR\"><i>commune rurale<\/i><\/span> haben &#8218;wir&#8216; historisch verpa\u00dft. [1] Die von K.M. beschriebene Einmaligkeit dieser M\u00f6glichkeit ist unwiederbringlich verloren. Ihre Potenzen werden aber Teil jeder (negativen) Blaupause bleiben, als welche das KAP[ITAL] f\u00fcr die weiteren sozialistischen Wiederholungsversuche ben\u00f6tigt wird. Die <span lang=\"fr-FR\"><i>commune rurale<\/i><\/span> ist, was sie nicht h\u00e4tte werden m\u00fcssen, zur negativen Blaupause f\u00fcr den gescheiterten Kommunismusversuch der S[owjet]U[nion] geworden. Darin besteht ihre aktuelle Verwendungsm\u00f6glichkeit! Von China gar nicht zu reden&#8230;<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Ich habe Dich in Deiner Mail zum ersten Mal richtig w\u00fctend &#8218;erlebt&#8216;, und das deute ich als ein positives Zeichen. [&#8230;] Was uns beide, trotz politischer Unterschiede, von seinen [= D.[ieter]W.[olf]s] Auffassungen trennt, ist &#8218;die Ware als Subjekt&#8216;. Weil er die Ware anders versteht, landet er f\u00fcr die Ersten Drei Kapitel [des KAPITAL] bei einer Bewu\u00dftseins-, Erkenntnis- oder was auch immer Theorie und befindet sich damit in enger Nachbarschaft zu C[hristoph]. L[ieber]. [2] Zuvor noch eine Verst\u00e4ndnisfrage: wer sind die von Dir benannten &#8222;Klassenkampflogiker&#8220;?<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Zu meinen Exzerpten zu C.L.s Bewu\u00dftseinstheorie: Beim \u00dcberlesen ist mir aufgefallen, da\u00df wir auch diesem Autor gegen\u00fcber wegen seiner ungeheuren Belesenheit in pcto Marx nicht das Wasser reichen k\u00f6nnen.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Daher habe ich bei meiner Vorbereitung (offenbar geh\u00f6rte ich, wie Du zutreffend festgestellt hast, zu den Wenigen, die sich vorbereitet hatten) das Umfeld seiner Zitate abgegrast und dort h\u00e4ufig die Dementis der Thesen gefunden, die er mit den von ihm gebrachten Zitaten beweisen will. (Hat aber nicht immer geklappt. [&#8230;]).<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Du erinnerst Dich an die Debatte \u00fcber das fetischistische Bewu\u00dftsein des\/der einzelnen Lohnarbeiter\/s und den sich ihm gegen\u00fcber als tote Arbeit aufgeh\u00e4uften Produktionsmitteln, die er als Produktionsmittel des Kapitals mi\u00dfdeutet und damit seinem angeblichen Fetischismus erliegt. Diese These hatte ich in der Diskussion bestritten.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Hier w\u00e4re, um das zu vertiefen, zu unterscheiden zwischen dem Schein und dem Fetisch.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Der Fetisch ist etwas in den Gegenstand Hineinprojiziertes, als ob er den Gegenst\u00e4nden selbst anhaften w\u00fcrde, was diejenigen, die ihnen diesen Fetisch anheften, nicht nur ernsthaft annehmen, sondern auch praktisch mit diesem ihr Unwesen treiben. Eine gesellschaftlich wirksame (bewu\u00dfte) Verkennung der Tatsachen, die gesellschaftlich praktische Verwendung findet.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Der Schein dr\u00e4ngt sich dagegen demjenigen auf, der den Sachverhalt, der sich ihm darbietet, nicht anders denn einseitig und daher falsch zu deuten wei\u00df, weil er subjektiv in seiner Situation als Einzelner nicht in der Lage ist, hinter die Dinge zu schauen. Er wird von dem sich ihm darbietenden Schein \u00fcberw\u00e4ltigt.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Die F\u00e4higkeit, hinter die Dinge zu schauen, erwirbt der einzelne Arbeiter im Klassenkampf, der ihn mit zunehmender Erfahrung zu einer &#8218;realistischeren&#8216; Sichtweise bef\u00e4higt. Das ist noch kein Klassenbewu\u00dftsein, aber der m\u00f6gliche Ausgangspunkt desselben. Dem Klassenbewu\u00dftsein w\u00fcrde die Einsicht in den elementaren Unterschied zugrunde liegen (Zitat S.15), da\u00df der Kapitalist als privater Besitzer der Produktionsmittel nur sich selbst repr\u00e4sentiert, w\u00e4hrend der Arbeiter als Privatmensch nichts ist und nur in den Besitz der Produktionsmittel gelangen kann, wenn er diese sich gesellschaftlich aneignet und anwendet. [3]<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">C.L.s Behandlung dieses Widerspruchs erliegt zwei Verwechslungen, wodurch dieser Schein best\u00e4tigt wird (\u00fcbrigens halte ich die von D.W. aufgelisteten verschiedenen Fetischismusarten, zu denen er auch den Lohnarbeits-Fetischismus z\u00e4hlt, f\u00fcr vollkommen schematisch und daher vulg\u00e4r\u00f6konomisch):<\/span><\/span><\/p>\n<p>\u2013 <span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">er [C.L.] setzt das Bewu\u00dftsein der Vulg\u00e4r\u00f6konomen und der Praktiker des Kapitals generell mit dem Bewu\u00dftsein der B\u00fcrger gleich. Marx dagegen bleibt hier sehr konkret, beschr\u00e4nkt sich auf die Vulg\u00e4r\u00f6konomie und die Praktiker des Kapitals und vermeidet derartige Ausfl\u00fcge in die Bewu\u00dftseins-Soziologie.<\/span><\/span><\/p>\n<p>\u2013 <span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">er ignoriert den Unterschied, den Marx macht zwischen dem\/den einzelnen Arbeiter\/n, die als Einzelne nicht in der Lage sind, die Produktionsmittel zu vergesellschaften und der Klasse, die sich die Produktionsmittel ausschlie\u00dflich gesellschaftlich aneignen wird.<\/span><\/span><\/p>\n<p>\u2013 <span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">er macht ohne Ber\u00fccksichtigung dieses Widerspruchs das moderne Bewu\u00dftsein des modernen Individuums, das sich dieses auf der Grundlage der modernen Produktionsweisen des Kapitals angeeignet hat, zum Ausgangspunkt der Vergesellschaftung der Produktionsmittel, aber unter den Voraussetzungen der kapitalistischen P[roduktions]W[eise].<\/span><\/span><\/p>\n<p>\u2013 <span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">daraus leitet er seine Kritik an der Frankfurter Schule als Sozialromantiker ab, obwohl diese immerhin, indem sie bei ihrer KAP-Lekt\u00fcre den Fetischcharakter der Ware stark machte, gegen den Fetischismus der realsozialistischen Vergesellschaftung in Opposition ging und (gest\u00fctzt auf die [Marxschen] Fr\u00fchschriften) eine Verunsicherung ausgel\u00f6st hat, die letzten Endes die nicht vorhandenen sozialistischen Grundlagen dieser Vergesellschaftung (der Begriff der &#8222;Gesellschaft&#8220; in der DDR-Literatur z.B. als Fetisch), theoretisch in Frage gestellt und dadurch die gesellschaftlichen Ersch\u00fctterungen, von denen der Realsozialismus heimgesucht wurde, als unvermeidliche best\u00e4tigt hat. (Davon zehren die MEGA-Leute bis zum heutigen Tag!) [4]<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Fazit: C.L. stellt der modernen kapitalistischen Vergesellschaftung, der sich das Kapital nicht entziehen kann, polemisch den Romantizismus der Frankfurter Schule gegen\u00fcber und suggeriert seinen Lesern, da\u00df es nur eines anderen Bewu\u00dftseins bed\u00fcrfe, um den Hebel von einer kapitalistischen zu einer sozialistischen Vergesellschaftung umzulegen.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Dieser Bewu\u00dftseinswandel soll politisch herbeigef\u00fchrt werden. Die realen Lohnarbeiter werden ihm und Der Linken was husten!<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">\u00dcbrigens sind meine Exzerpte aus dem Kapitel zum Handelskapital interessant f\u00fcr die Debatte \u00fcber &#8218;die Ware als Subjekt&#8216;, weil die h\u00e4ufige Verselbst\u00e4ndigung dieser Debatte dadurch ein wenig historisch relativiert und der scholastische Charakter derselben abgebaut wird. Erst wenn das industrielle Kapital &#8218;zu sich selbst gefunden&#8216; hat, verschwindet das Handelskapital in seiner bisherigen Bedeutung f\u00fcr die Herausbildung desselben [&#8230;]<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">So viel zu den Exzerpten zu C.L.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">[&#8230;]<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Viele Gr\u00fc\u00dfe<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Ulrich<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-size: xx-small;\">[1] D.h. die in den Marxschen Briefentw\u00fcrfen an Vera <\/span><span style=\"font-size: xx-small;\">Zasuli\u010d<\/span><span style=\"font-size: xx-small;\"> vertretene These, da\u00df die russische Dorfgemeinde zur gesellschaftlichen Basis des Kommunismus in Ru\u00dfland f\u00e4hig und in der Lage sei. Siehe dazu. <\/span><span style=\"font-size: xx-small;\">parteimarx.org <\/span><span style=\"font-size: xx-small;\"><b>DEBATTE 3<\/b><\/span><span style=\"font-size: xx-small;\"> und <\/span><span style=\"font-size: xx-small;\"><b>DEBATTE 4<\/b><\/span><span style=\"font-size: xx-small;\">.<\/span><span style=\"font-size: xx-small;\"><br \/>\n[2] Bezieht sich auf das von <\/span><span style=\"font-size: xx-small;\"><b>Christoph Lieber<\/b><\/span><span style=\"font-size: xx-small;\"> f\u00fcr das Fr\u00fchjahrs-Kolloquium der Marx-Gesellschaft eingereichte Diskussions-Papier: <\/span><span style=\"font-size: xx-small;\"><b>Marx\u2018 Kritik der politischen \u00d6konomie \u2013 (noch) Schl\u00fcssel f\u00fcr die Ideologie- und Bewu\u00dftseinstheorie der Linken heute?<\/b><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-size: xx-small;\">[3] Siehe u.a. in der von Christoph Lieber zitierten Marx-Engels-Gesamtausgabe [MEGA] II\/3.6, 2144: <\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: xx-small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u00bbIn der grossen Agricultur, wie in der grossen Industrie, sind diese Arbeit und<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: xx-small;\"><span lang=\"de-DE\"> |<\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: xx-small;\"><span lang=\"de-DE\"><b> das Eigenthum an den Productionsbedingungen <\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: xx-small;\"><span lang=\"de-DE\"><i><b>nicht erst zu trennen<\/b><\/i><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: xx-small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>, sie sind <\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: xx-small;\"><span lang=\"de-DE\"><i><b>faktisch getrennt<\/b><\/i><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: xx-small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>, diese Trennung von Eigentum und Arbeit, die Sismondi beweint, nothwendiger Durchgang zur Verwandlung des Eigenthums an den Productionsbedingungen in <\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: xx-small;\"><span lang=\"de-DE\"><i><b>gesellschaftliches<\/b><\/i><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: xx-small;\"><span lang=\"de-DE\"><b> Eigenthum. Als <\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: xx-small;\"><span lang=\"de-DE\"><i><b>Einzelner<\/b><\/i><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: xx-small;\"><span lang=\"de-DE\"><b> konnte der einzelne Arbeiter nur wieder hergestellt werden in dem Eigenthum an den Productionsbedingungen durch Zertrennung der Productivkraft und der Entwicklung der Arbeit auf grosser Stufenleite. Das <\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: xx-small;\"><span lang=\"de-DE\"><i><b>fremde Eigenthum<\/b><\/i><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: xx-small;\"><span lang=\"de-DE\"><b> des Capitalisten an dieser Arbeit nur aufzuheben, indem sich sein Eigenthum als das des Nicht-Einzelnen in seiner selbst\u00e4ndigen Einzelheit, also des <\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: xx-small;\"><span lang=\"de-DE\"><i><b>associierten, gesellschaftlichen Individuums <\/b><\/i><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: xx-small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>umgestaltet.\u00ab<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-size: xx-small;\"><br \/>\n[4] Anspielung auf Herausgeber der Marx-Engels-Gesamtausgabe [MEGA].<\/span><br \/>\n____________________________________________________________________________________<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\"><b>Ulrich Knaudt an H.B. <\/b><\/span><span style=\"font-size: small;\">(10.06.2013)<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Betreff: WARENFETISCH<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-size: small;\"><br \/>\n<\/span>Lieber H., ich habe gerade, wie wir einmal besprochen haben, meine Kritik an D[].W[Wolf].s Fetischcharakter-Papier (37 Seiten) \u00fcber die Mailing Liste verschickt. [1] Wir haben lange nichts mehr voneinander geh\u00f6rt, und ich hoffe, Du bist nicht in der Flutkatastrophe &#8218;untergegangen&#8216;. Zu dem Geburtstags-Kolloquium in Berlin werde ich nicht fahren. [2] So viel geballter akademischer Marxismus ist f\u00fcr mich momentan nicht zu ertragen. In der kurzen Einleitung zu meinem Papier ist dazu alles N\u00f6tige gesagt. [3] Wie soll es weitergehen. Von meiner Seite stellen sich die Dinge so dar, da\u00df sich nicht nur der akademische Marxismus von seinen Moserern und Meckerern getrennt hat, sondern auch &#8218;die partei Marx&#8216; vom akademischen Marxismus. [&#8230;]<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Viele Gr\u00fc\u00dfe und alles Gute<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Ulrich<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: xx-small;\">[1]<\/span><b> <\/b><span style=\"font-size: xx-small;\">parteimarx.org<\/span> <span style=\"font-size: xx-small;\"><b>DAS KAPITAL Nachtrag zu einer nicht mehr stattgefundenen Diskussion \u00fcber Dieter Wolfs Papier \u201eWie der Waren-, Geld- und Kapitalfetisch den Zusammenhang von gesellschaftlichem Sein und Bewu\u00dftsein bestimmt\u201c.<\/b><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: xx-small;\">[2] 14.06-15.06. <b>Ein Blick in die Werkstatt von Karl Marx.<\/b> Wissenschaftliches Kolloquium zum 60. Geburtstag von Prof. Rolf Hecker.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: xx-small;\">[3] parteimarx.org <b>DAS KAPITAL Nachtrag zu einer nicht mehr stattgefundenen Diskussion \u00fcber Dieter Wolfs Papier: Wie der Waren-, Geld und Kapitalfetisch den Zusammenhang von gesellschaftlichem Sein und Bewu\u00dftsein bestimmt.<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: xx-small;\"><span style=\"font-size: small;\"><br \/>\n____________________________________________________________________________________<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\"><b>Ulrich Knaudt an MARX-FREUNDE<\/b><\/span><span style=\"font-size: small;\"> (10.06.2013)<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Betreff: DER FETISCHCHARAKTER DER WARE<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-size: small;\"><br \/>\n<\/span>Liebe Marx-Freunde, auf dem Abschiedskolloquium der Marx-Gesellschaft in diesem Fr\u00fchjahr wurde verabredet, da\u00df die an der Diskussion Beteiligten \u00fcber die Mailing-Liste der Eingeladenen weiter in Kontakt bleiben werden. Das soll nun von meiner Seite durch das Versenden meiner Kritik an Dieter Wolfs Papier \u00fcber den den Fetischcharakter der Ware geschehen.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Herzliche Gr\u00fc\u00dfe<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Ulrich Knaudt<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">____________________________________________________________________________________<br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><br \/>\n<\/span><span style=\"font-size: small;\"><b>Ulrich Knaudt an H.B.<\/b><\/span><span style=\"font-size: small;\"> (12.06.2013)<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Betreff: FETISCHCHARAKTER<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-size: small;\"><br \/>\n<\/span>Lieber H., ein f\u00fcr mich sehr wichtiges Gespr\u00e4ch, das wir da gestern gef\u00fchrt haben! Dadurch ist mir endg\u00fcltig klargeworden, wo unsere Differenzen liegen. Ich hoffe, ich kann das deutlich machen. Wir lesen die Ersten Drei Kapitel [von KAPITAL I] mit unterschiedlicher Perspektive: Du liest sie paradigmatisch in Hinblick auf alle m\u00f6glichen Diskurse, die da so im Raum stehen, soziologischer, philosophischer, psychologischer, etc. Art. Mir sind diese Diskurse relativ Schnurz. Mir reicht es, unterrichtet zu sein, da\u00df es sie gibt und was in den Debatten dar\u00fcber so abl\u00e4uft. Ich lese die Drei Kapitel, wenn Du so willst, &#8218;hermeneutisch&#8216;. Ich will eigentlich nur wissen, was drin steht und was bestimmte Zusammenh\u00e4nge, Begriffe, Kategorien bedeuten k\u00f6nnten. Nat\u00fcrlich ist das keine rein hermeneutische Lesart, denn ich bin kein Theologe oder Philosoph und das KAP ist nicht die Bibel und keine <i>Politeia<\/i>. Mein Interesse ist eng verbunden mit der Politik der p[artei]M[arx]. Nun kannst Du zu Recht dem entgegensetzen, da\u00df die pM gar keine Politik macht. Richtig. Aber das ist nicht allein meine Schuld, da\u00df bis heute keine Politik in diesem Sinn gemacht wurde. Was ich an Politik, die gemacht wurde, \u00fcber die Jahre kennengelernt habe, war in dieser Hinsicht im h\u00f6chsten Grade kontraproduktiv. Also bleibt f\u00fcr mich nur dieses &#8218;Als ob&#8216; als Orientierungspunkt \u00fcbrig, wof\u00fcr ich mich bem\u00fche, eine theoretische Basis zu erarbeiten. Und die finde ich u.a. (nicht nur dort, wie Du wei\u00dft) in den Ersten Drei Kapiteln [des KAP I]. D.[ieter]W.[olf]s Motive, die ihn dazu gebracht haben, sich nicht nur mit Hegel, sondern auch mit dem KAP zu besch\u00e4ftigen, sind letztlich akademischer Natur. Allein schon deshalb herrscht zwischen uns die absolute Verst\u00e4ndnislosigkeit, vor allem \u00fcber sein Vorgehen, aus dem KAP ein \u201aSystem zu bereiten\u2018. Mit oder gegen Luhmann, Habermas und wie sie alle hei\u00dfen. W\u00e4re er ein reiner Hegelianer, w\u00fcrde ich ihn schon deshalb nicht lesen, weil sein Stil f\u00fcrchterlich ist. (Ein Grund f\u00fcr meine \u00fcbertriebene Polemik: es ist allein schon der Frust \u00fcber diesen Stil.) Aber er befa\u00dft sich nun mal auch mit Marx, und zwar auf eine Weise, durch die ich mich provoziert f\u00fchle. Die andere Seite ist, und darin gebe ich Dir recht, da\u00df er [D.W.] seine Kritiker zwingt, seine logischen Macken, Tautologien und Banalit\u00e4ten von Grund auf zu kritisieren, die alle Bestandteil seines Systems sind, dem man erst mal auf den Grund gehen mu\u00df, um diese zu entlarven. Und viele dieser Macken teilt er mit dem akademischen Marxismus. Das w\u00e4re seine konstruktive Rolle <span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\">\u2012<\/span> im Negativen. Und die wei\u00df ich durchaus zu w\u00fcrdigen. Allerdings nur in gewissen Grenzen, die durch Heinrich Harbachs Sozialismusverst\u00e4ndnis gesetzt werden, das eng mit D.W.s Revisionismus in puncto KAP zusammenh\u00e4ngt. [1] Ich glaube, dar\u00fcber haben wir noch gar nicht gesprochen. Das ist aber der entscheidende Punkt, der nachzuweisen ist und f\u00fcr eine Denkweise steht, die mit der destruktiven Seite der Parteigeschichte der letzten Jahrzehnte (s.o.) eng zusammenh\u00e4ngt. Auch deshalb ist der rigide punktgenaue Nachvollzug des Inhalts der Ersten Drei Kapitel f\u00fcr mich und wie ich denke auch politisch im Sinne der Politik der pM von besonderer Bedeutung. Das ist f\u00fcr mich die Hauptsache, alles andere, weil akademisch oder parteipolitisch im b\u00fcrgerlichen Sinn, ziemlich nebens\u00e4chlich.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Soweit erst mal.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Mit den besten W\u00fcnschen [&#8230;]<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">und herzlichen Gr\u00fc\u00dfen<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: DejaVuSansMono,monospace;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\">Ulrich<br \/>\n<\/span><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: xx-small;\"><br \/>\n[1] <\/span><\/span><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: xx-small;\"><b>Heinrich Harbach: <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: xx-small;\"><i><b>Wirtschaft ohne Markt<\/b><\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: xx-small;\"><b>. Transformationsbedingungen f\u00fcr ein neues System der gesellschaftlichen Arbeit,<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: xx-small;\"> Berlin 2011. Siehe auch: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: xx-small;\"><b>REAKTIONEN<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: xx-small;\"> 08.02.2012.<\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: DejaVuSansMono,monospace;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><br \/>\n____________________________________________________________________________________<br \/>\n<\/span><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><br \/>\n<\/span><\/span><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>Ulrich Knaudt an H.B.<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> (19.06.2013)<\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Betreff:DIE DREI KAPITEL<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-size: small;\"><br \/>\n<\/span>Lieber H., mir hat es nicht die Sprache verschlagen, sondern ich mu\u00dfte mir das alles noch einmal mit zeitlichem Abstand zu Gem\u00fcte f\u00fchren. Auf die Differenzen zwischen uns gehe ich nicht <span lang=\"fr-FR\">en d\u00e9tail <\/span>ein, weil sie uns ohnehin weiter begleiten werden. Ich m\u00f6chte nur nach der Charakterisierung unserer Differenzen was zu unseren politischen Gemeinsamkeiten sagen: eine, vielleicht die entscheidende, wie nach dem Debakel mit der M[arx]-G[esellschaft] sichtbar geworden ist, besteht darin, da\u00df wir, D.[ieter]W.[olf] incl., nicht zum akademischen Marxismus geh\u00f6ren, da wir (wir beide zumindest) dessen akademische Mindestvoraussetzungen nicht erf\u00fcllen. D.W. w\u00fcrde gerne, aber dieser Status wird ihm verweigert. Aus welchen Gr\u00fcnden auch immer. Auf dieser minimalen Grundlage tauschen wir uns aus (direkt oder jeweils \u00fcber Dritte), da\u00df die Fetzen fliegen, was der Sache nur dienlich sein kann. Wie weit wir mit dieser politischen Gemeinsamkeit kommen werden, wei\u00df ich nicht. Aber wir stimmen darin \u00fcberein, diesen Diskurs fortzusetzen. Nicht mehr und nicht weniger. Damit dies passiert, dazu habe ich unsere Differenzen skizziert: ohne Differenzen keine Gemeinsamkeit. Diese Differenzen bestehen, wie nun noch klarer wird, in der unterschiedlichen Herangehensweise an die Ersten Drei Kapitel [von KAP I]. Ich begreife diese selbst nicht als Totalit\u00e4t, sondern als an der Totalit\u00e4t der kapitalistischen P[roduktions]W[eise] nagend, sie unterminierend und relativierend. Zwischen dem unterschwelligen Adabsurdumf\u00fchren der Totalit\u00e4t der kapit.[alistischen] PW und der Weiterentwicklung der Politik der Marxschen Partei (deren Geschichte und Methodik zu studieren ist) besteht eine Differenz <span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\">\u2013<\/span> keine Identit\u00e4t. (Siehe: auf der einen Seite die Wissenschaft, deren Anspr\u00fcchen gen\u00fcge getan werden mu\u00df und auf der anderen deren Fetischisierung durch den akademischen Marxismus!) Aus der Zuspitzung der theoretischen Infragestellung dieser Totalit\u00e4t mag sich oder wird sich vielleicht eine Angriffslinie gegen das Kapital ergeben, die sich von den heutigen Partnerschaften zwischen Kapital und Arbeit und dem Ringen um die Vorherrschaft \u00fcber die Natur zwischen Kapital und \u00d6kologisten unterscheidet. Letzten Endes stellt sich die Frage, nicht, wozu man die Ersten Drei Kapitel braucht, sondern wer sie wozu benutzen wird. (Siehe Stalin und die Herausgabe der GR[undrisse zur Kritik der politischen \u00d6konomie]. Nur, um K.M. zu musealisieren?) Aber all das ist Zukunftsmusik. Wir haben genug damit zu tun, unsere theoretischen Differenzen m\u00f6glichst produktiv werden zu lassen, indem wir gemeinsam daran arbeiten. Vom akademischen Marxismus ist in dieser Hinsicht nichts zu erwarten. Er f\u00e4hrt sein eigenes Programm mit Marx und dem KAP in der der unsrigen entgegengesetzten Richtung der Einbahnstra\u00dfe [&#8230;]<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Alles Gute [&#8230;]<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">und herzliche Gr\u00fc\u00dfe<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Ulrich<br \/>\n____________________________________________________________________________________<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\"><b>H.B. an Ulrich Knaudt<\/b><\/span><span style=\"font-size: small;\"> (24.06.2013)<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-size: small;\">Betreff: <\/span><a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/andruck\/2154789\/\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: small;\">http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/andruck\/2154789<\/span><\/span><\/a><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Wird Dich interessieren, wenn du es nicht schon wei\u00dft \u2013 DDR-Wirtschaftspolitik.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Gru\u00df H.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">____________________________________________________________________________________<br \/>\n<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>Ulrich Knaudt an H.B.<\/b> (25.06.2013)<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Betreff: Das DDR-Wirtschaftsimperium KoKo \u2013 Matthias Judt Der Bereich Kommerzielle<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Koordination| Andruck \u2012 Das Magazin f\u00fcr Politische Literatur | Deutschlandfunk.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Lieber H., in der Tat, einiges war mir durch Zeitungslekt\u00fcre o.\u00e4. bekannt. Aber es freut mich, da\u00df Du an mich gedacht hast.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Wahrscheinlich lie\u00dfe sich eine Wirtschaftsgeschichte der DDR nur schreiben als Moment des gewaltigen Ausbeutungssystems, das die \u201aSowjetmacht\u2018 seit den sp\u00e4ten 20er Jahren (der sog. Zweiten Revolution) in wachsendem Ma\u00dfe darstellte. Ein gewordenes Ausbeutungssystem beginnend mit der Kollektivierung [der Landwirtschaft] Anfang der 30er Jahre und dem Holodomor (dem Verhungern-Lassen von Hunderttausenden von ukrainischen Bauern, ob sie sich kollektivieren lassen wollten oder nicht, der Liquidierung der Bauern als Klasse, wortw\u00f6rtlich gemeint). Darauf ist die DDR nur das Sahneh\u00e4ubchen. Sie befand sich zu dicht am Westen, als da\u00df sich auch dort derartige Ungeheuerlichkeiten abgespielt h\u00e4tten. Verglichen mit dem \u00fcbrigen Realen Sozialismus befand sie sich sogar in einer relativ bevorzugten Position, Berlin wiederum im Verh\u00e4ltnis zur \u00fcbrigen DDR. Vergessen wir nicht, da\u00df sie das Sprungbrett hatte sein sollen, um in Fortsetzung der Strategie Alexanders I. die russische Welthegemonie in ganz Europa bei passender Gelegenheit zu errichten. Dazu sollte Koko schon mal die F\u00fchler ausstrecken, abgesehen von den Luxusbed\u00fcrfnissen der Nomenklatura, die in Wandlitz [&#8230;] die Vorz\u00fcge des Westens genie\u00dfen wollte. Man lebt ja nicht ewig. Seit der Zweiten Revolution gelten alle Aussagen, die M.[arx]u.E.[ngels] zum russischen Zarentum gemacht haben, voll und ganz f\u00fcr die SU und gehen teilweise noch weit dar\u00fcber hinaus. Nicht umsonst verbietet Stalin 1934 den Abdruck von F.E.s <i>Die Ausw\u00e4rtige Politik des russischen Zarentums<\/i>. [1] In dem Buch eines amerikanischen Historikers aus den 80er Jahren \u00fcber die Gro\u00dfm\u00e4chte und den Wiener Kongre\u00df finden sich all die alten Bekannten der russischen Diplomatie, die bereits von F.[riedrich]E.[ngels] benannt wurden, der Reihe nach aufgez\u00e4hlt: die Rekrutierung des diplomatischen Korps aus einem bunten Kreis europ\u00e4ischer Abenteurer, die Ausnutzung von Bauernaufst\u00e4nden und sonstigen Rebellionen, sobald sie sich gegen einen von Ru\u00dflands Gegnern richteten u.a.m. [2] Insofern erstaunt Ru\u00dflands Haltung zu dem ehemaligen CIA-Hacker \u00fcberhaupt nicht. Wenn Dir <span lang=\"it-IT\">Domenico Losurdo<\/span> ein Begriff ist, w\u00fcrde ich Dir dessen Stalin-Biographie empfehlen. [3] Eine Rehabilitierung Stalins auf dem neusten Stand der historischen Forschung, hinter deren methodische Tricksereien man erst einmal kommen mu\u00df. Soweit erst mal. Zu meiner letzten Mail werde ich ja noch was von Dir h\u00f6ren.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Bis dahin<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">herzliche Gr\u00fc\u00dfe Ulrich<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: xx-small;\">[1] <b>Friedrich Engels: Die ausw\u00e4rtige Politik des russischen Zarentums<\/b> MEW 22 (13-48).<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: xx-small;\">[2] <b>Enno E. Kraehe: <\/b><i><b>Metternich\u2018s German Policy<\/b><\/i><b>.<\/b> Vol. I: <b>The Contest with Napoleon, 1799-1814<\/b>, Princeton N.J. 1963.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: xx-small;\">[3] <b>Domenico Losurdo: <\/b><i><b>Stalin<\/b><\/i><b>. Geschichte und Kritik einer schwarzen Legende<\/b>, K\u00f6ln 2013.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">____________________________________________________________________________________<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\"><b>Ulrich Knaudt an H.B.<\/b><\/span><span style=\"font-size: small;\"> (29.06.2013)<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Betreff: HAUPTSEITE THEORIE<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><br \/>\nLieber H., [\u2026] Das mit Adorno fand ich spannend. Kannst Du mir das n\u00e4her erkl\u00e4ren mit der negativen Totalit\u00e4t?<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">[&#8230;]<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Zu Paschukanis: habe ab und zu mal reingeschaut, kann mich aber momentan nicht mit ihm befassen. [1] Kann man sagen, da\u00df der Differenz zwischen formeller und materieller Gleichheit als Prinzip im b\u00fcrgerlichen Recht der Widerspruch zwischen G[ebrauchs]Wert und Wert zugrunde liegt? Unter diesem Gesichtspunkt w\u00e4re Paschukanis in der Tat auch f\u00fcr mich spannend, besonders hinsichtlich der Unl\u00f6sbarkeit dieses Widerspruchs in der SU, speziell im Zusammenhang mit der 2. Revolution (also genau der Zeit, als Paschukanis seine Theorien ausgearbeitet hat) und Stalins Theorie von der sozialistischen Marktwirtschaft (<span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u00bb<\/b><\/span><\/span><\/span><b>sozialistische Warenproduktion<\/b><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u00ab<\/b><\/span><\/span><\/span>). Man kann nicht alles gleichzeitig machen. Siehe auch das Zweite Kapitel [in KAPITAL I]im Zusammenhang mit meiner Kritik an der Behandlung desselben bei D[ieter].W[olf].: Verselbst\u00e4ndigung der Ware usw. H\u00e4ngt alles miteinander zusammen. Sich selbst ad absurdum f\u00fchrende Totalit\u00e4t des Kapitals und die verr\u00fcckten Formen im Kapitel \u00fcber das zinstragende Kapital in KAP III (aktuelle Illustration: die irischen Banker und \u201aDoitschlend, Doitschlend ieber ollies\u2018). [2]<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Schlie\u00dflich schicke ich Dir eine Mail der Frankfurter Antideutschen vom Theorie Praxis Lokal weiter.[3]<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Bemerkenswert, der letzte Satz ihrer Veranstaltungsank\u00fcndigung: <b>&#8222;<\/b><b>Die Unterentwicklung der revolution\u00e4ren Theorie auf der ganzen Welt ist die erste Unterentwicklung, die jetzt \u00fcberwunden werden muss.&#8220; <\/b>Vor einem Jahrzehnt habe ich bei denen einen Vortrag gehalten.[4] Alles dauert seine Zeit. Soweit erst mal,<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Gru\u00df<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Ulrich<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: xx-small;\">[1] <\/span><span style=\"font-size: xx-small;\"><b>Eugen Paschukanis: <\/b><\/span><span style=\"font-size: xx-small;\"><i><b>Allgemeine Rechtslehre und Marxismus<\/b><\/i><\/span><span style=\"font-size: xx-small;\">, Frankfurt\/M. 1969.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-size: xx-small;\">[2] FAZ 29.06.2013 <\/span><span style=\"font-size: xx-small;\"><b>Der irische Filz und die Banker.<\/b><\/span> <span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: xx-small;\">\u2013<\/span><\/span><span style=\"font-size: xx-small;\"> Kungelei und Vetternwirtschaft macht Irlands Bankenskandal erst m\u00f6glich. <\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: xx-small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u00bb<\/b><\/span><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-size: xx-small;\"><b>Die jetzt bekannt gewordenen Telefonate stammen aus dem Herbst 2008&#8230; Zu h\u00f6ren ist unter anderem, wie ein Banker der damals angeschlagenen Gro\u00dfbank <\/b><\/span><span style=\"font-size: xx-small;\">[Anglo Irish Bank]<\/span><span style=\"font-size: xx-small;\"><b> sich dar\u00fcber lustig macht, da\u00df deutsche Anleger seinem Konzern Einlagen anvertrauen und die historisch belastete erste Strophe der Nationalhymne anstimmt: \u201eDeutschland, Deutschland, \u00fcber alles\u201c singt der Manager ins Telefon und bricht in lautes Gel\u00e4chter aus. Wiederholt spricht er von den \u201eVerdammten Deutschen\u201c.<\/b><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: xx-small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u00ab<\/b><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: xx-small;\"><span lang=\"de-DE\">[3] Das Theorie Praxis Lokal macht in einer Mail vom 29.06.2013 auf die Diskussionsveranstaltung einer Gruppe von der Zeitschrift KOSMOPROLET (Freundinnen und Freunde der klassenlosen Gesellschaft) zu dem Thema <\/span><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: xx-small;\"><span lang=\"de-DE\"><i>Krise des Kapitals und Konfusion der Linken<\/i><\/span><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: xx-small;\"><span lang=\"de-DE\"> aufmerksam, von deren Ansichten sich selbiges Lokal in der Zwischenzeit getrennt hat. Der oben zitierte Satz scheint aber vom Theorie Praxis Lokal zu stammen und nicht unbedingt von besagter Gruppe.<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: xx-small;\">[4] theoripraxislokal.org. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><br \/>\n____________________________________________________________________________________<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\"><b>Ulrich Knaudt an H.B.<\/b><\/span><span style=\"font-size: small;\"> (05.07.2013)<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Betreff: SOUVER\u00c4NIT\u00c4T<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\">Lieber H., Deinen Vorschlag, \u00fcber diese Sendung zu debattieren, finde ich sehr gut. [1] Ich habe sie mir gestern angeschaut. Dein Erstaunen \u00fcber die Ausf\u00fchrungen Schmitt-Enboms erstaunen mich aber ziemlich. Als Grundlage f\u00fcr unsere Debatte empfehle ich folgende Lekt\u00fcre:<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p>\u2013 <span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Das K[ommunistische]M[anifest] (MEW 4,479): die Passage: Die Arbeiter haben keine Nation<\/span><\/span><\/p>\n<p>\u2013 <span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Den Begriff <b>&#8222;Feindstaatenklausel&#8220;<\/b> in Wikipedia<\/span><\/span><\/p>\n<p>\u2013 <span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">2 + 4 Vertrag ebd.<\/span><\/span><\/p>\n<p>\u2013 <span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Art. 80a GG (12.07.2012)<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">\u00dcber die Feindstaatenklausel fighten rechte Maoisten mit der Linken. Es geht um die Frage der Kontinuit\u00e4t des Deutschen Reiches (s. Link: <i>Compact<\/i>). Diese Position vertrete ich nicht. Ich gehe von der Republik aus, f\u00fcr die M[arx].u.E[ngels]. 1848 vergeblich gek\u00e4mpft haben und statt [und auf Kosten] derer die Bourgeoisie sich mit der Reaktion auf das Bismarckreich und \u00d6sterreich geeinigt hat, was schlie\u00dflich zu dem vorhersehbaren Datum 8. Mai 1945 f\u00fchren mu\u00dfte. Das heutige Deutschland ist ein halb-souver\u00e4ner Staat, der nur durch einen Friedensvertrag (was 2+4 nicht ist, sondern eine Verzichtserkl\u00e4rung der Besatzungsm\u00e4chte) seine volle Souver\u00e4nit\u00e4t gewinnen wird. Grundlage w\u00e4re nicht die Kontinuit\u00e4t des Deutschen Reiches von Bismarck bis Hitler, sondern die Deutsche Republik von M.u.E. Soweit erst mal. [&#8230;]<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Gru\u00df Ulrich<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: xx-small;\">[1] ZDF 04.07.2013 <b>Maybritt Illner: Lizenz zum Abh\u00f6ren<\/b>.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">____________________________________________________________________________________<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\"><b>H.B. an Ulrich Knaudt<\/b><\/span><span style=\"font-size: small;\"> (24.06.2013)<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Betreff: SOUVER\u00c4NIT\u00c4T<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: DejaVuSansMono,monospace;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><br \/>\nIch sagte, erstaunt war ich dar\u00fcber, dass so was im Radio bzw. im Fernsehen kam, nicht mehr, nicht weniger <\/span><\/span><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">\u2013<\/span><\/span><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> Deine Hinweise ansonsten ? ? ?<\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">H.<br \/>\n<span style=\"font-size: small;\">____________________________________________________________________________________<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><b>Ulrich Knaudt an H.B.<\/b> (06.07.2013)<\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Betreff: SOUVER\u00c4NIT\u00c4T<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\">Lieber H., da wir beide ja wohl, wie ich annehmen kann, nicht an einer Medienkritik interessiert sind, halte ich die Hinweise schon f\u00fcr sinnvoll.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Wenn sie Dir bekannt oder sogar vertraut sind, um so besser. Dann bleibt aber immer noch ein Rest von Erstaunen auf meiner Seite, da\u00df es Dich erstaunt, so was in den Staatsmedien pr\u00e4sentiert zu bekommen. Mich erstaunt das nicht, wenn man sich den Linksruck, der hier sp\u00e4testens seit Fukushima durch die politische Landschaft gegangen ist, vor Augen f\u00fchrt. Da sich diese in <span lang=\"la-VA\">toto<\/span> auf die SED-PDS-Linke zubewegt hat (Wenn der Prophet nicht zum Berg kommt&#8230;), bedarf es keines Linksputsches o.\u00e4. durch den Wachhund Moskaus mehr, um die politische Landschaft in Deutschland in dieser Richtung zu ver\u00e4ndern. &#8218;Deutschland bewegt sich&#8216; <span lang=\"la-VA\">sua sponte<\/span> ohne offizielle Aufforderung aus &#8218;Pankow&#8216;. Kurz, auch das hat mich nicht sehr gewundert. Es bleibt eine Menge zu diskutieren.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Gru\u00df Ulrich<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: DejaVuSansMono,monospace;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\">____________________________________________________________________________________<br \/>\n<\/span><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><br \/>\n<\/span><\/span><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>Ulrich Knaudt an H.B.<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> (18.08.2013)<\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Betreff: DIE SOGENANNTE NATIONALE FRAGE<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: DejaVuSansMono,monospace;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><br \/>\n<\/span><\/span><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">\u2026<\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Wie gesagt, ich habe den Aufsatz in p[artei]M[arx] nach Zitaten f\u00fcr das diesj\u00e4hrige BLogbuch durchforstet und festgestellt, da\u00df das meiste, was ich jetzt darin zur N[ationalen]F[rage] sagen will, bereits dort formuliert ist. [1] Ich empfehle besonders die Marx-Zitate zu studieren, weil daran deutlich wird, da\u00df die gern verbreitete M\u00e4r, es h\u00e4tte zu F.[riedrich]E.[ngels] tiefgreifende Differenzen gegeben, einfach Schrott sind. Auf diesem Gebiet hat sich besonders Rosdolsky hervorgetan, der sich durch F.E.s Einsch\u00e4tzung, die Ruthenen seien 1848 eine konterrevolution\u00e4re Nationalit\u00e4t gewesen und h\u00e4tten als solche auch so gehandelt, sich pers\u00f6nlich beleidigt f\u00fchlt und nicht nur aus diesem Grund (er ist Anh\u00e4nger Trotzkis) M.[arx]u.E.[ngels] mehr oder weniger deutlich zu Nationalchauvinisten erkl\u00e4rt. [2] Da ist er mit Bakunin in bester Gesellschaft.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Auch das ist alles noch reichlich unausgearbeitet.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Nun zu Manfred Sohn: [3]<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">1. fand ich, da\u00df sein Wertbegriff sich nicht von dem der Klassiker [der National\u00f6konomie] unterscheidet: <span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u00bb<\/b><\/span><\/span><\/span><b>Die wertbildende Substanz, die in jeder Ware, die wir konsumieren, enthalten ist, ist also lebendige menschliche Arbeit.<\/b><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u00ab<\/b><\/span><\/span><\/span> Aber:<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">a. konsumieren wir keine Waren, sondern ihren G[ebrauchs]Wert. Als Waren erwerben wir diesen auf dem Markt und werden dort mit ihrem Wert konfrontiert (WGW und nicht GWG = Kaufmannskapital bzw. Kauf von Arbeitskraft).<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">b. Wenn die GWerte aber Waren sind, die einen Wert haben, dann ist dessen Wertsubstanz abstrakt menschliche und nicht <span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u00bb<\/b><\/span><\/span><\/span><b>lebendige menschliche<\/b><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u00ab<\/b><\/span><\/span><\/span> Arbeit.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Ergo: mit dieser Wert-Theorie l\u00e4\u00dft sich auch nicht die W[elt]W[irtschafts]K[rise] erkl\u00e4ren, von deren Vorhandensein d.A. zumindest ausgeht.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">2. Die Kompensationsm\u00f6glichkeiten zur \u00dcberwindung der Krise erkl\u00e4rt er wie Rosa L.[uxemburg] dadurch, da\u00df immer neue Gebiete auf dem Globus erschlossen werden, geht aber nicht wie Marx von dem tendenziellen Fall der Profitrate aus als einem der Mehrwertproduktion immanenten Gesetz usw., soda\u00df sich das Kapital st\u00e4ndig neue Kompensationsm\u00f6glichkeiten ausdenken mu\u00df. Das ist auch der Grund, warum sich die <span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u00bb<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"de-DE\"><b>Lohnarbeit<\/b><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u00ab<\/b><\/span><\/span><\/span> verfl\u00fcchtigt. Sie war dem Kapital in den s\u00fcdlichen L\u00e4ndern schlicht zu teuer. Sie l\u00e4\u00dft sich nur wieder einfangen, wenn es dem Kapital gelingt, den absoluten und nicht nur den relativen Mehrwert zu erh\u00f6hen. Bei der Erh\u00f6hung des relativen Mehrwerts = Erh\u00f6hung der Produktivkraft der Arbeit, tritt der Tendenzielle Fall [der Profitrate] usw. wiederum ein. Dieser vitiose Zirkel mu\u00df vom Kapital st\u00e4ndig durchbrochen werden. Und er wird durchbrochen z.B. durch Senkung der L\u00f6hne in S\u00fcdeuropa, durch staatliche Subventionen in Nordeuropa, die Kapital und Arbeit &#8218;zugute kommen&#8216;. Ob die Linke das einen Skandal nennt, oder was auch immer, \u00e4ndert daran nichts. Der andere Weg w\u00e4re ein Weltkrieg. Aber davon hatte Europa im letzten Jahrhundert schon zwei. Sind wohl nicht scharf drauf.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">3. Womit ich grunds\u00e4tzlich politisch nicht \u00fcbereinstimme, ist, den Bankrott der DDR etc. als <span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u00bb<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"de-DE\"><b>unsere gro\u00dfe Niederlage<\/b><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u00ab<\/b><\/span><\/span><\/span> zu bezeichnen.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">a. war diese unvermeidbar,<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">b. wurde der Bankrott der DDR durch eine Revolution auf den Begriff gebracht und dadurch vollendet, was eine gesellschaftliche Revolution ist.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">c. ist, das Gegenteil zu behaupten, reaktion\u00e4r.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">All die farbigen Revolutionen in den ehemaligen &#8217;sozialistischen L\u00e4ndern&#8216; unterscheiden sich nicht von den arabischen Revolutionen. Siehe Syrien! Dort stehen Revolution und Konterrevolution einander gegen\u00fcber. Etwas Drittes, wie die Linke sich in die Tasche l\u00fcgt, gibt es nicht.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Mit dieser Linken s.o. habe ich ein Problem. Seit der post-sowjetischen Annexion von Teilen Georgiens (Ossetien, Abchasien) steht sie f\u00fcr mich auf der anderen Seite der Barrikade, was d.A. mit seinem Eingest\u00e4ndnis best\u00e4tigt. (Dazu n\u00e4her das neue BLogbuch) [4]<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">4. Auf dieser Grundlage wird der Versuch linker Politik, <span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u00bb<\/b><\/span><\/span><\/span><b>die Lohnabh\u00e4ngigen als auch diejenigen gegen den Kapitalismus zu organisieren, die von ihm ausgespuckt und verachtet werden<\/b><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u00ab<\/b><\/span><\/span><\/span>, selbst zu einer konterrevolution\u00e4ren Veranstaltung.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Ich wei\u00df nicht mehr, warum ich Dir diesen Aufsatz geschickt habe. Vermutlich wegen den unhaltbaren Aussagen zur Werttheorie und dem Zusammenhang von WT und Politik (Der Linken).<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Au\u00dferdem war mein Anliegen eher der Aufsatz \u00fcber Gesell gewesen, aber an den komme ich nicht mehr ran als Nicht-Abonnent. [5] Vielleicht befand sich der Aufsatz von Sohn in irgendeinem Zusammenhang mit unserer Telebim-Debatte. Egal.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Es gibt noch was zur W[ert]T[heorie] zu sagen, n\u00e4mlich \u00fcber den Zusammenhang von WT und Kommunismus <span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\">\u2012<\/span> und vielleicht kommen wir uns an diesem Punkt wieder n\u00e4her: der akademische Marxismus ist nach meiner heutigen Einsch\u00e4tzung grunds\u00e4tzlich nicht gewillt und in der Lage, diesen Zusammenhang zu akzeptieren. Seine s\u00e4mtlichen Theorien sind darauf gerichtet, diesen ungeschehen und ungesehen zu machen. Meiner Meinung [nach] ist der Kommunismus zwar nicht unmittelbar Voraussetzung meinetwegen der WT, aber er l\u00e4uft &#8218;unterschwellig&#8216; mit. W\u00e4re er die Voraussetzung, w\u00e4re das unwissenschaftlich.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Aber als Leitmotiv, das unmittelbar nicht thematisiert wird (oder nur selten, siehe 1. Kapitel: <span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u00bb<\/b><\/span><\/span><\/span>s<b>tellen wir uns eine Assoziation freier gesellschaftlicher Produzenten vor<\/b><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u00ab<\/b><\/span><\/span><\/span> usw.), [6] ist der G[ebrauchswert]Wert oder konkret n\u00fctzliche Arbeit (knA) nur in ihrem Widerspruch zum Wert bzw. zur a[bstrakt]m[enschlichen]A[rbeit] zu verstehen. Der akademische Marxismus mu\u00df sich nun Analysen ausdenken, die die Normalit\u00e4t des Kommunismus verglichen mit diesen verr\u00fcckten Formen umgeht, ignoriert, negiert. So geht auch D.[ieter]W.[olf] vor. Aber dazu ist mir aufgefallen, da\u00df sein Hauptfehler darin besteht, da\u00df er die ersten Drei Kapitel auf dem Niveau von <i>Zur Kritik&#8230; <\/i>[<i>der politischen \u00d6konomie<\/i>] interpretiert, [7] wo K.M. den Wert[begriff] noch nicht entwickelt hat, sondern allein vom T[ausch]Wert ausgeht. Damit steht D.W. mit seiner Analyse auf dem \u00e4u\u00dferst linken Fl\u00fcgel des akademischen Marxismus, weil er Marx mit Marx interpretiert (wenn auch eingeschr\u00e4nkt auf eine fr\u00fche Fassung und letztlich verglichen mit 1872 falsch) [8] und nicht mit Hilfe irgendeines postmodernen Pillepalle. Andererseits \u00fcberschreitet er [D.W.] diese Linie auch nicht, u.a., weil er vom akademischen Marxismus als einer der Ihren anerkannt werden m\u00f6chte. Ich denke, an diesem Punkt m\u00fc\u00dften wir uns auf theoretischem Gebiet n\u00e4her kommen.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Viele herzliche Gr\u00fc\u00dfe und alles Gute<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Ulrich<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">P.S. B\u00fccher \u00fcber China: Standardwerk der Politologen ist: J. Gernet: <i>Die Chinesische Welt<\/i> (1988).<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Sehr kulturalistisch und nur zu empfehlen, wenn sich jemand richtig in das Thema reinknien will. Ich habe k\u00fcrzlich gelesen: F. Sieren: <i>Der China Code<\/i>. Wie das boomende Reich der Mitte Deutschland ver\u00e4ndert. Befindet sich auf SPIEGEL-Niveau, sozusagen vom BRD-Standpunkt aus geschrieben. Von dem Autor gibt es weitere B\u00fccher. Ist auf jeden Fall einigerma\u00dfen informiert. Es gibt noch ein China-Buch von Domenico Losurdo. [9] Reiner DKP-Standpunkt. F\u00fcr Einsteiger nicht zu empfehlen.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: xx-small;\">[1] parteimarx.org <b>STREITPUNKTE STREITPUNKT 1<\/b> <b>Warum Lenins letzter Kampf gegen den linken Sozialimperialismus nicht zu gewinnen war<\/b>.<br \/>\n[2]<b> Roman Rosdolsky: <\/b><i><b>Zur nationalen Frage<\/b><\/i><b>. Friedrich Engels und das Problem der \u201egeschichtslosen V\u00f6lker\u201c<\/b>, Berlin 1979.<br \/>\n[3] Neues Deutschland 06.08.2013 <b>Manfred Sohn: Vor dem Epochenbruch.<\/b> <span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\">\u2013<\/span> Warum die gegenw\u00e4rtige Krise keine normale ist und was das f\u00fcr die Linke hei\u00dft.<br \/>\n[4] parteimarx.org <b>BLogbuch 1 2013 Die sogenannte nationale Frage und der Kommunismus<\/b>.<br \/>\n[5] Neues Deutschland 22.-23.06.2013 <b>\u201eRostendes\u201c Geld als Ausweg?<\/b> <span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\">\u2013<\/span> In der Krise feiern die Ideen von Silvio Gesell auch unter Linken fr\u00f6hliche Urst\u00e4nd.<br \/>\n[6] <b>Karl Marx: <\/b><i><b>Das Kapital<\/b><\/i><b>. Kritik der politischen \u00d6konomie<\/b> Bd. I. MEW 23, 92f.<br \/>\n[7] <b>Karl Marx: <\/b><i><b>Zur Kritik der politischen \u00d6konomie<\/b><\/i><b> <\/b>MEW 13 (7-160).<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: xx-small;\">[8] Gemeint ist die 2. Auflage von [6], die gerade in den ersten drei Kapiteln einige gravierende \u00c4nderungen gegen\u00fcber der Erstauflage von 1867 enth\u00e4lt.<br \/>\n[9] <b>Domenico Losurdo: <\/b><i><b>Die Linke, Chiina und der Imperialismus<\/b><\/i>, Essen 2000.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: LiberationSerif,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">____________________________________________________________________________________<br \/>\n<\/span><\/span><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><br \/>\n<\/span><\/span><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>Ulrich Knaudt an H.B.<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> (19.08.2013)<\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Betreff: <i>krisis<\/i><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\">Lieber H., Zu der Einladung der <\/span><span style=\"font-size: small;\"><i>krisis<\/i><\/span><span style=\"font-size: small;\">-Gruppe. [1] Ich w\u00e4re zwar f\u00fcrchterlich gerne ins Weserbergland gefahren, weil ich an der Oberwesen meine fr\u00fche Kindheit verbracht habe und diese Gegend mal wieder genossen h\u00e4tte. Aber ich wei\u00df nicht, was ich mit den <\/span><span style=\"font-size: small;\"><i>krisis<\/i><\/span><span style=\"font-size: small;\">-Leuten diskutieren soll. Das was sie vortragen wollen, erscheint auf ihrer <\/span><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"en-GB\">home<\/span><\/span> <span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"en-GB\">page<\/span><\/span><span style=\"font-size: small;\"> als n\u00e4chste Nummer ihrer Zeitschrift. Wozu dann noch den Originalton? Wenn Du hingefahren w\u00e4rst, h\u00e4tten wir uns mal wieder sehen k\u00f6nnen, aber das k\u00f6nnten wir auch ohne <\/span><span style=\"font-size: small;\"><i>krisis<\/i><\/span><span style=\"font-size: small;\"> tun, wenn wir es wollten und die Zeit h\u00e4tten. Also erst mal nix <\/span><span style=\"font-size: small;\"><i>krisis<\/i><\/span><span style=\"font-size: small;\">. Vom k\u00fcrzlich verstorbenen R. Kurz kenne ich nur die Hausschweinisierung der Arbeiterklasse <\/span><span style=\"font-size: small;\">\u2013<\/span><span style=\"font-size: small;\"> und das hat mir gereicht.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Ich schicke Dir was zur Frage Kleinbauern \u2013 Mittelbauern aus der FAZ und einen Aufsatz von Sohn aus dem ND. [2] Bemerkenswert seine Bestimmung des Werts: <span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u00bb<\/b><\/span><\/span><\/span><b>&#8230;die wertbildende Substanz, die in jeder Ware, die wir konsumieren, enthalten ist, ist also lebendige menschliche Arbeit.<\/b><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u00ab<\/b><\/span><\/span><\/span> Das ist noch nicht mal ein versimpelter Adam Smith, ganz abgesehen davon, da\u00df er von der Bildung der Substanz des Werts aus der abstrakt menschlichen Arbeit \u2013 etwas verk\u00fcrzt dargestellt, noch nie was geh\u00f6rt zu haben scheint. Daran sehen wir, wie wichtig der ganze Streit um [die] Werttheorie f\u00fcr die Einsch\u00e4tzung der W[elt]W[irtschafts]K[rise] ist und f\u00fcr die Frage, wie mit ihr umzugehen ist. Wachstum wird bei Sohn im geographischen oder geopolitischen Sinne verstanden, n\u00e4hert sich also der Geopolitik aus der Zeit vor dem 1. W[elt]K[rieg], usw. Ziemlich \u00fcbler stuff. Ich wollte Dir noch einen Aufsatz \u00fcber Silvio Gesell aus dem ND vom 22.\/23.06.2013 schicken: &#8222;Rostendes&#8220; Geld als Ausweg. [3] Aber um da ran zu kommen, hat es erst mal nicht mit der Registrierung auf der ND-Seite geklappt [&#8230;] Ansonsten solltest Du bei gro\u00dfem Interesse es mal selbst probieren. Der Kritik an Gesell w\u00fcrde ich zun\u00e4chst zustimmen. Dann aber hei\u00dft es abschlie\u00dfend: <span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u00bb<\/b><\/span><\/span><\/span><b>Letzter Krisengrund ist nicht <\/b>[wie bei Gesell]<b> der Zins, sondern die ungleiche Verteilung des Eigentums, aus der die Ungleichheit der Einkommen und des Verm\u00f6gens resultiert.<\/b><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u00ab<\/b><\/span><\/span><\/span> Damit sind wir vom Regen kleinb\u00fcrgerlicher Geld- und Zinsillusionen in die Traufe sozialer Gleichheitsillusionen <span lang=\"fr-FR\">\u00e0 la<\/span> Rousseau gekommen.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Soweit erst mal.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Viele Gr\u00fc\u00dfe<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Ulrich<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><br \/>\n<span style=\"font-size: xx-small;\">[1] <\/span><span style=\"font-size: xx-small;\"><i><b>krisis<\/b><\/i><\/span><span style=\"font-size: xx-small;\"><b>. Kritik der warengesellschaft <\/b><\/span><span style=\"font-size: xx-small;\">ist laut Internetauftritt <\/span><span style=\"font-size: xx-small;\"><b>\u201eein Zusammenschlu\u00df von theoretisch<\/b><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-size: xx-small;\"><b>arbeitenden Einzelpersonen und Gruppen, die sich der Reformulierung einer radikalen Kapitalismuskritik jenseits des traditionellen Marxismus verschrieben haben\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: xx-small;\">.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-size: xx-small;\">[2] Siehe <\/span><span style=\"font-size: xx-small;\"><b>Ulrich Knaudt an H.B.<\/b><\/span><span style=\"font-size: xx-small;\"> (18.08.2013) Fn. 3.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: xx-small;\">[3]Neues Deutschland 22.-23.06.2013 <b>\u201eRostendes\u201c Geld als Ausweg?<\/b> <span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\">\u2012<\/span> In der Krise feiern die Ideen von Silvio Gesell auch unter Linken fr\u00f6hliche Urst\u00e4nd.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">____________________________________________________________________________________<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><b>Ulrich Knaudt<\/b><\/span> <span style=\"font-size: small;\"><b>an<\/b><\/span> <span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>Gegen die Str\u00f6mung <\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">(<\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">23.09.2013<\/span><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">)<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><br \/>\nHallo (ehemaliges) Buchladen-Kollektiv,<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">[&#8230;]<br \/>\nIch hatte eigentlich vor, mein lang gehegtes Versprechen, mal etwas zu Eurer \u201aReligion\u2018sbrosch\u00fcre zu schreiben, endlich einzul\u00f6sen. [1] Au\u00dferdem lagen mir die Ausgaben von GdS 9-10\/12<span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"de-DE\"> bis GdS 7-8\/13 vor, die ich parallel dazu der Reihe nach studiert habe. [2] Die Einhaltung dieser Reihenfolge war allerdings ein Fehler; denn h\u00e4tte ich GdS 7-8\/13 als erste genauer studiert, h\u00e4tte sich die Frage, die es nun zu entscheiden gilt, von vornherein gestellt: n\u00e4mlich welchen Sinn es nach der Lekt\u00fcre dieser GdS-Ausgabe noch gemacht h\u00e4tte, \u00fcber die vorangehenden zu debattieren, in denen, wie ich meine, noch einiges Diskussionsw\u00fcrdige zu finden ist, bzw. war. Denn, wenn Ihr den in GdS 7-8\/13 eingeschlagenen Kurs ungebrochen fortsetzt, wird es nichts mehr geben, wor\u00fcber es sich noch zu diskutieren lohnt. Was ich wie gesagt h\u00f6chst bedauerlich f\u00e4nde.<\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"de-DE\">Auf den Punkt gebracht, stimme ich mit der von Euch ohne erkennbare Kritik Eurerseits wiedergegebenen Forderung von Asylsuchenden nach der <\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u00bb<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"de-DE\"><b>Anerkennung aller Asylbewerberinnen als <\/b><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"de-DE\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><b>politische<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"de-DE\"><b> Fl\u00fcchtlinge<\/b><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u00ab <\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"de-DE\">(Erkl\u00e4rung der Protestbewegung&#8230; vom 13.10.2012, GdS 7-8\/13, 6) absolut nicht \u00fcberein. Damit habt Ihr Euch politisch (auf der Seite der Barbarei!) an die vorderste Front des in der Weltwirtschaftskrise schon seit l\u00e4ngerem (sp\u00e4testens seit 9\/11) zwischen Zivilisation und Barbarei stattfindenden Weltb\u00fcrgerkrieges katapultiert, worin der von der Welt-Bourgeoisie auf andere Weise nicht l\u00f6sbare Widerspruch zwischen Lohnarbeit und Kapital seinen Ausdruck findet. Offen zum Ausbruch gekommen ist dieser Weltb\u00fcrgerkrieg bereits in Syrien, den Ihr in keiner der mir vorliegenden Ausgaben der Erw\u00e4hnung wert findet \u2013 einen Satz ausgenommen, und der hat es dann auch gleich in sich, wenn es unter <\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u00bb<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"de-DE\"><b>Zur Problematik der Forderung \u201aAsylrecht f\u00fcr alle\u2018&#8230;<\/b><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u00ab<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"de-DE\"> (GdS 7-8\/13, 7[Kasten]) hei\u00dft: <\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u00bbReaktion\u00e4re aller L\u00e4nder versuchten und versuchen immer noch mit Berufung auf Artikel 16 <\/b><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"de-DE\">[GG]<\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"de-DE\"><b> \u201eAsyl\u201c zu bekommen, zumeist mit gro\u00dfem Erfolg \u2013 im Gegensatz zu den vom Imperialismus Verfolgten. Aktuell geht es z.B. um Offiziere des reaktion\u00e4ren syrischen Staats, die dem Assad-Regime den R\u00fccken kehren, weil es am Untergehen ist, oder um reaktion\u00e4re und faschistische Kr\u00e4fte aus Afghanistan oder aus dem Irak.\u00ab<\/b><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Dazu ist folgendes festzustellen:<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"de-DE\">1. Nicht wenige jener <\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u00bbOffiziere des reaktion\u00e4ren syrischen Staats\u00ab<\/b><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"de-DE\"> haben diesem Staat auch deshalb den R\u00fccken gekehrt, weil sie nicht mehr bereit sind, sich bei den in Syrien stattfindenden internationalen Verbrechen <\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u00bbdes reaktion\u00e4ren syrischen Staats\u00ab <\/b><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"de-DE\">an der Zivilbev\u00f6lkerung zu dessen Werkzeug oder Komplizen machen zu lassen. Weder diese Verbrechen noch der Widerstand innerhalb der syrischen Armee und in der syrischen Bev\u00f6lkerung sind f\u00fcr Euch, die obige flapsige Bemerkung ausgenommen, der Erw\u00e4hnung wert. Wenn man diesen Satz genauer liest, dann sind offenbar alle Offiziere, die dem Regime den R\u00fccken kehren, durch die Bank nicht besser oder schlechter als der <\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u00bb<\/b><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"de-DE\"><b>reaktion\u00e4re syrische Staat<\/b><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u00ab<\/b><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"de-DE\"> selbst. Dadurch werden diese Verbrechen in gewisse Weiser relativiert, worin Ihr Euch von der \u00fcbrigen gesamtdeutschen Linken nur dadurch unterscheidet, da\u00df Ihr zu den \u00fcber hunderttausend Toten und 2 Millionen Fl\u00fcchtlingen grunds\u00e4tzlich \u00fcberhaupt nichts sagt, w\u00e4hrend die \u00fcbrige Linke sich zumindest \u201aoffen und ehrlich\u2018 gemeinsam mit Putin zu ihrer Unterst\u00fctzerposition f\u00fcr das baathistische (= \u201asozialistische\u2018) Syrien (= Assad-Regime) bekannt hat. Wir leben zwar nicht in Syrien, aber politisch sollte es auch hier zwischen Pro-Assad und Anti-Assad keinen Dritten Weg geben, so wenig wie einst zwischen Hitler und der Anti-Hitler-Koalition. (Dies gilt auch f\u00fcr die sog. Islamisten, die wohl in nicht geringem Ma\u00dfe und im Auftrag des <\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"de-DE\"><i>mukhabarat<\/i><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"de-DE\"> die Aufstandsbewegung infiltriert haben.) Dar\u00fcber geht Ihr (mit einer geh\u00f6rigen Ignoranz) sogar noch noch einen Schritt hinaus, wenn Ihr Euch<\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"de-DE\">2. anma\u00dft, \u00fcber die Berechtigung von Asylgr\u00fcnden, eine <\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"de-DE\"><span style=\"text-decoration: underline;\">politische<\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"de-DE\"> Entscheidung verlangen zu m\u00fcssen, die die Bourgeoisie nach dem b\u00fcrgerlichen Recht (wozu das internationale Recht geh\u00f6rt) f\u00fcr gew\u00f6hnlich zu f\u00e4llen hat. Diese politische Anma\u00dfung halte ich f\u00fcr h\u00f6chst fragw\u00fcrdig. Meine n\u00e4here politische Begr\u00fcndung daf\u00fcr k\u00f6nnt Ihr, m\u00fc\u00dft Ihr aber nicht, im BLogbuch 1-2013 nachlesen. [3] Erg\u00e4nzend dazu nur ein Satz: das b\u00fcrgerliche Recht hat in der Zeit zwischen 1933 und 1945 die Teile der politisch verfolgten Zivilbev\u00f6lkerung, die sich vor der Hitler-Barbarei unter dessen Schutz begeben konnten, vor unmittelbarer Verfolgung und Ausrottung bewahrt. Wenn Ihr heute in einer meiner Einsch\u00e4tzung nach vergleichbaren Situation der Zivilbev\u00f6lkerung (vordringlich derjenigen auf dem asiatischen Kontinent und in Teilen des Mittleren Ostens) das <\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u00bb<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"de-DE\"><b>Asylrecht f\u00fcr alle<\/b><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u00ab<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"de-DE\"> durch Euer <\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"de-DE\"><span style=\"text-decoration: underline;\">politisches<\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"de-DE\"> Asylrecht beschneiden wollt, dessen <\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"de-DE\"><span style=\"text-decoration: underline;\">politische<\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"de-DE\"> Kriterien \u00fcberdies (aber darauf kommt es eigentlich gar nicht an) keinen klaren Trennungsstrich zur \u201alinken\u2018 Barbarei \u00e0 la Assad ziehen, macht Ihr Euch nicht anders als Die Linke objektiv zum Komplizen dieser Barbarei.<\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"de-DE\">3. Und wenn in letzter Zeit \u201alinke\u2018 Asylsuchende aus jenen Regionen ein <\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"de-DE\"><span style=\"text-decoration: underline;\">politisches<\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"de-DE\"> Asylrecht f\u00fcr sich gefordert haben, was bedeutet, da\u00df sie das von der Zivilbev\u00f6lkerung zu ihrem Schutz existierende internationale Recht nach ihren <\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"de-DE\"><span style=\"text-decoration: underline;\">politischen<\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"de-DE\"> Vorstellungen eingeschr\u00e4nkt sehen wollen, indem sie es \u201aanti-imperialistisch\u2018 politisieren, mag das von ihrer verzweifelten Situation aus betrachtet verst\u00e4ndlich erscheinen, mu\u00df aber nicht unbedingt von Leuten, die sich Kommunisten nennen, auch in diesem Sinne politisch nachvollzogen werden. (Den alten Trick, sich durch die Erzeugung von politischen Nachfluchtgr\u00fcnden in Gestalt von spektakul\u00e4ren Pseudo-Aktionen die Duldung in Deutschland zu erschleichen, einmal au\u00dfen vor gelassen, die ich hier gar nicht von vornherein unterstellen w\u00fcrde.) Das b\u00fcrgerliche Recht unterscheidet <\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"de-DE\"><span style=\"text-decoration: underline;\">nicht<\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"de-DE\"> zwischen reaktion\u00e4ren und \u201aanti-imperialistischen\u2018 Asylsuchenden, sondern lediglich zwischen begr\u00fcndeten und unbegr\u00fcndeten Antr\u00e4gen auf Asyl. (Wie es umgekehrt im Sozialismus [eine] \u201asozialistische Ware\u2018 geben kann, wovon Stalin ausgegangen ist. Eine Ware bleibt eine Ware, egal, ob sie kapitalistisch oder \u201asozialistisch\u2018 ist. Im ersten Stadium des Kommunismus sollte es aber \u00fcberhaupt keine Waren mehr geben!) Ein Asylgrund liegt nach internationalem Recht dann vor, wenn in einem Staat wegen der Diskriminierung von bestimmten Teilen der Zivilbev\u00f6lkerung f\u00fcr diese eine Bedrohung von Leib und Leben besteht. Nicht mehr und nicht weniger. \u00dcbrigens hat bereits Marx das (sehr viel liberaler praktizierte) Asylrecht Gro\u00dfbritanniens f\u00fcr sich in Anspruch genommen, ohne da\u00df er sich darauf versteift h\u00e4tte, dieses nur unter bestimmten politischen Bedingungen, also da\u00df z.B. die britische Bourgeoisie die Diktatur des Proletariats anerkennt, in Anspruch nehmen zu wollen. Darin unterschied sich seine Lage \u00fcbrigens nicht von derjenigen Bakunins, auch wenn dieser die Staatlichkeit eines jeden Staates, auch desjenigen, der ihm Asyl gew\u00e4hrte, politisch nicht anerkannte, was eigentlich nur als politische Marotte zu bezeichnen ist. Dem Kapital ist das Ansehen, Aussehen, die Herkunft, Religion etc. der K\u00e4ufer seiner Waren egal. In diesem Sinne entspricht das Asylrecht der \u201aFreiheit der Meere\u2018 und des Welthandels. Und diese \u201aFreiheit\u2018 sollten Kommunisten, die das <\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"de-DE\"><i>Manifest<\/i><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"de-DE\"> ernst nehmen, nicht \u00fcber Bord werfen, nur weil sie vornehmlich dem Kapital n\u00fctzt und von diesem weidlich ausgebeutet wird.<\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"de-DE\">4. Eure Str\u00f6mung habe ich zwar auch nie ganz frei von derartigen politischen Marotten gesehen, ihr aber wegen ihrer starken Betonung von Marx und des Kommunistischen <\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"de-DE\"><i>Manifests<\/i><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"de-DE\"> immer noch eine gewisse Lernf\u00e4higkeit unterstellt. Die Hoffnung darauf ist mit GdS 7-8\/13 leider fast auf Null gesunken und wird sich ganz in Luft aufl\u00f6sen, solltet Ihr nicht \u00fcber diesen vorl\u00e4ufigen Endpunkt einer fatalen Entwicklung selbst anfangen nachzudenken, die in den von mir studierten Texten [in GdS] allerdings bereits angelegt ist. So viel vorerst dazu.<\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Die Entscheidung zwischen Revolution und Konterrevolution f\u00e4llt heute mit der Unterscheidung zwischen (b\u00fcrgerlicher) Zivilisation und (\u201alinker\u2018) Barbarei, wie sie momentan zwischen Beijing und Damaskus \u00fcber Moskau und Teheran auf dem Vormarsch ist.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Ernst-Ulrich Knaudt<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: xx-small;\">[1] <b>Autorenkollektiv:<\/b> <i><b>Religion<\/b><\/i><b>. Opium f\u00fcr das Volk<\/b>, Offenbach 2006.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: xx-small;\">[2] <i><b>Gegen die Str\u00f6mung<\/b><\/i><b>. Organ f\u00fcr den Aufbau der Revolution\u00e4ren Kommunistischen Partei.<\/b><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-size: xx-small;\">[3] parteimarx.org <\/span><span style=\"font-size: xx-small;\"><b>BLogbuch<\/b><\/span> <span style=\"font-size: xx-small;\"><b>1 2013:<\/b><\/span> <span style=\"font-size: xx-small;\"><b>Eine offene Antwort an einen (ungenannt bleiben m\u00fcssenden)<\/b><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: xx-small;\"><b>(Zeit-)Genossen.<\/b><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">____________________________________________________________________________________<\/span><\/span><\/p>\n<p><b>Ulrich Knaudt an H.B.<\/b> (20.10.2013)<\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Betreff: MASCH<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\">Lieber H., Du wirst wahrscheinlich auch von N. die Einladung zur MASCH-Konferenz [1] bekommen haben. Ich sagte schon am Telefon, da\u00df ich nicht hinfahre, weil sie mir zu DKP-lastig ist. Diese Initiative war eigentlich nie was anderes als eine DKP-Veranstaltung. Bei der Durchsicht der Einladung fiel mir auf, erstens, da\u00df der Mentor dieser Veranstaltung unser alter Bekannter H.H.[arbach] ist. Da stellt sich mir, zweitens, die Frage, warum D.[ieter]W.[olf] dort nicht als Referent auftaucht, der in H.H.s Buch doch als spiritus rector f\u00fcr seine seltsamen Thesen \u00fcber den Realen Sozialismus gef\u00fchrt wird. Liegt das daran, da\u00df D.W. nichts Neues auf der Pfanne hat (kann ich mir nicht vorstellen, da er bisher jede Gelegenheit genutzt hat, um eine weitere Variation seiner Interpretationen der W[ert]T[heorie] zum Besten zu geben) oder ob es noch andere Gr\u00fcnde daf\u00fcr gibt.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Alles Gute<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Ulrich<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">P.S. [&#8230;] Am Schlu\u00df ist immer die DKP als Absahner dagewesen. Vgl. damit N.s dringenden Aufruf f\u00fcr die Herbstschule. H\u00e4tten sie alles auch anders haben k\u00f6nnen.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: xx-small;\">[1] Marxistisches Abendschule Hamburg. Tagung 15.-17.11.2013 <b>Aufhebung des Kapitalismus \u2013 die \u00d6konomie einer \u00dcbergangsgesellschaft<\/b>.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">____________________________________________________________________________________<\/span><\/span><\/p>\n<p><b>Ulrich Knaudt an P.T.<\/b> (01.12.2013)<\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-size: small;\"><br \/>\n<\/span>Lieber P.,<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Es war sehr klug und richtig, nicht am Do zu der Veranstaltung zu kommen. [1] Es h\u00e4tte sich nicht gelohnt. Dagegen war Syrien eine Woche zuvor sehr substantiell.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Nachdem ich zwei Veranstaltungen von den Anti-Deutschen erlebt habe, ergibt sich der, wenn auch nicht vollst\u00e4ndige, Eindruck, da\u00df auch diese Gruppierung mit den allgemein verbreiteten Substanzverlusten zu k\u00e4mpfen hat, u.a. auch deshalb, weil sie nicht aus dem akademischen Getto herauskommt, bzw. auch gar nicht mehr rauskommen will.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Der Titel des Vortrags st\u00fctzt sich auf den Titel des Buches von Paul <span lang=\"en-US\">Massing<\/span>: <span lang=\"en-US\"><i>Rehearsal for Destruction<\/i><\/span><span lang=\"en-US\">, <\/span><span lang=\"de-DE\">als<\/span><span lang=\"en-US\"> Bd. 4 <\/span><span lang=\"de-DE\">der<\/span><span lang=\"en-US\"> Studies in Prejudice, NY <\/span>1950. Das h\u00e4tte dem dummen Menschen vielleicht vorher gesagt werden sollen. Da das offenbar allen im Saal au\u00dfer mir bekannt zu sein schien, mu\u00df ich wohl der D\u00fcmmste im Auditorium gewesen sein. Ich hatte noch nicht mal den Namen d.A.s jemals geh\u00f6rt. Es war also eine reine Insider-Veranstaltung, die auch von der Menge der Zuh\u00f6rer her bequem in irgendeinem Wohnzimmer h\u00e4tte stattfinden k\u00f6nnen. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">D.A. betrachtet seinen Vortrag als Beitrag zur \u201aVorurteilsforschung\u2018. Er zitiert Horkheimers Vorwort zu dem o.a. Band, worin er sich dagegen wendet, die Ableitung des Antisemitismus aus den \u201aMythen der Nationalstaaten\u2018 zu beziehen, getreu dem gleichlautenden Statement von Adorno, da\u00df die Geschichte des deutschen Antisemitismus nicht in den Grenzen des Nationalstaates zu deuten sei. (Nat\u00fcrlich nicht! Aber jede auf dem Weltmarkt vertretene Bourgeoisie interpretiert diese Grenzen auf ihre Weise!) Eben dadurch er\u00f6ffnet sich f\u00fcr den Referenten ein Dilemma, wenn er den anti-gelben deutschen Rassismus auf den Rassismus \u00fcberhaupt, den Holocaust, beziehen will.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Sein Hauptanliegen bestand darin, den antichinesischen Rassismus, wie er auch in Deutschland vor dem 1. W[elt]K[krieg] aufgetreten sei, als Vor\u00fcbung (<span lang=\"en-US\"><i>rehearsal<\/i><\/span>) f\u00fcr den Holocaust zu deuten. Aber au\u00dfer einigen alldeutschen Winkelliteraten waren die Gew\u00e4hrsleute, die er als Beweis f\u00fcr die angeblich bedeutende Rolle dieser Str\u00f6mung aufzubieten hatte, d\u00fcrftig. So etwa das Buch eines Stephan von Kotze (<span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u00bb<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"de-DE\"><b>nomen est omen<\/b><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u00ab<\/b><\/span><\/span><\/span> &#8211; allgemeines Gel\u00e4chter im Saal!) mit dem Titel <i>Die Gelbe Gefahr<\/i>. Um es kurz zu machen: der Referent konnte nicht umhin, die Hauptstr\u00f6mung des Anti-Sinismus nicht in Deutschland, sondern den USA festzumachen, wo 1882 das <span lang=\"en-US\"><i>Chinese Exclusion Act<\/i><\/span> alle chinesischen Arbeiter (<span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u00bb<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"de-DE\"><b>orientals<\/b><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u00ab<\/b><\/span><\/span><\/span>) von der Einwanderung ausschlo\u00df und das 10 Jahre sp\u00e4ter erneuert wurde. Ein solches Gesetz gab es zu selben Zeit in Deutschland nicht. In den entsprechenden Publikationen wurden die Gelben, Slawen und Juden \u201alediglich\u2018 als Menschen, die \u201ajedes h\u00f6heren Lebenszieles bar\u2018 seien, charakterisiert und die kommerzielle Gewandtheit der Chinesen als \u201agef\u00e4hrlich\u2018 hervorgehoben. Das war\u2018s auch schon.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Der Referent konnte auch nicht den Unterschied zwischen dem Antisemitismus im allgemeinen und dem Rassismus der 90er Jahre [d. 19. Jhts], auf die er sich i.w. bezog, erkl\u00e4ren. W\u00e4hrend f\u00fcr mich der Antisemitismus, grob gesagt, gegen den j\u00fcdischen Bankier, der dem nationalen Handwerker den gew\u00fcnschten Kredit verweigert, bereits in der Zeit Proudhons auftaucht, war der von der \u201aGelben Gefahr\u2018 sich n\u00e4hrende Rassismus das Produkt des Ringens der (imperialistischen) Kolonialm\u00e4chte am Vorabend des 1. W[elt]K[rieg]s in ihrem Kampf um die nationalen Vorposten in der \u201aDritten Welt\u2018, so auch in China und diente der Weckung des Interesses der deutschen (aber nicht nur deutschen!) Arbeiter an der Weltmachtpolitik <span style=\"text-decoration: underline;\">ihrer<\/span> Bourgeoisie in den Kolonien.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Nicht mal zu solch einer schlichten historischen Erkl\u00e4rung des Unterschieds zwischen Antisemitismus und Rassismus in ihren jeweiligen Entstehungszusammenh\u00e4ngen war dieser Vorurteilsforscher in der Lage. F\u00fcr ihn z\u00e4hlt nur was die Leute <span style=\"text-decoration: underline;\">denken<\/span>, nicht was sie sind. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">An diesem Idealismus zeigt sich f\u00fcr mich das ganze Dilemma der linken Sozialwissenschaft, die Frankfurter Schule eingeschlossen (trotz des unerreichbaren Tiefgangs und der Universalit\u00e4t der Reflexionen letzterer). Ganz abgesehen davon, da\u00df eine weitere Form dieses kolonialen Rassismus in der keineswegs vorurteilslosen Welt jenes Vorurteilsforschers offenbar keinen Platz findet (denn sie ist ja nicht \u201atypisch deutsch\u2018): der Zionismus. Vielleicht wird es ja eine Tages Parteig\u00e4nger der Partei Marx in Israel geben, die den Anti-Arabismus als eben solch eine Form des Rassismus untersuchen werden, \u00fcber den der Referent insgesamt nur unzureichend Auskunft geben konnte.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Aber das kann mir heute auch egal sein.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Schlie\u00dflich bleibt f\u00fcr mich unerfindlich, warum diese Veranstaltungen noch unter dem Label \u201a<span style=\"text-decoration: underline;\">Rote<\/span> Ruhr Uni\u2018 laufen. Aber vielleicht kann mir das irgendwann mal jemand historisch materialistisch erkl\u00e4ren [&#8230;]<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Viele Gr\u00fc\u00dfe<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Ulrich<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: xx-small;\">[1] Rote Ruhr Uni 14.11.2013 <\/span><span style=\"font-size: xx-small;\"><b>Florian Hessel:<\/b><\/span> <span style=\"font-size: xx-small;\"><b>(Another) Rehearsel for Destruction<\/b><\/span><span style=\"font-size: xx-small;\">.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Verdana,sans-serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><span style=\"font-size: small;\">__________________________________________<\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b><br \/>\n<\/b><\/span><\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Reaktionen auf die partei Marx aus dem Jahr 2013.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[14],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.parteimarx.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1624"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.parteimarx.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.parteimarx.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.parteimarx.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.parteimarx.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1624"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.parteimarx.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1624\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.parteimarx.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1624"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.parteimarx.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1624"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.parteimarx.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1624"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}